Katholisches Messbuch des Tages: Samstag, November 3 2018
Samstag der 30. Woche im Jahreskreis
Samstag der 30. Woche im Jahreskreis
1. LesungBrief des Apostels Paulus an die Philipper
1,18b-26.]Schwestern und Brüder! Auf jede Weise, ob vorgetáuscht oder in Wahrheit, wird Christus verkündet und darüber freue ich mich. Doch ich werde mich auch weiterhin freuen;
]denn ich weiß: Das wird zu meiner Rettung führen durch euer Gebet und durch die Hilfe des Geistes Jesu Christi.
]Denn ich erwarte und hoffe, dass ich in keiner Hinsicht beschámt werde, dass vielmehr Christus in aller Öffentlichkeit – wie immer, so auch jetzt – verherrlicht werden wird in meinem Leibe, ob ich lebe oder sterbe.
]Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn.
]Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbares Wirken. Was soll ich wáhlen? Ich weiß es nicht.
]Bedrángt werde ich von beiden Seiten: Ich habe das Verlangen, aufzubrechen und bei Christus zu sein – um wie viel besser wáre das!
]Aber euretwegen ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe.
]Im Vertrauen darauf weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen verbleiben werde, um euch im Glauben zu fördern und zu erfreuen,
]damit ihr euch in Christus Jesus umso mehr meiner rühmen könnt, wenn ich wieder zu euch komme.
Psalmen
42(41),2-3a.3b.5.R/ Kv: Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
]Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
]Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
]Wann darf ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht?
]Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke:
wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar,
mit Jubel und Dank in feiernder Menge.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk
14,1.7-11.]Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisáers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau.
]Als er bemerkte, wie sich die Gáste die Ehrenplátze aussuchten, erzáhlte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen:
]Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du,
]und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wárst beschámt und müsstest den untersten Platz einnehmen.
]Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gásten.
]Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
Hl. Hubert()
Hl. Hubert Glaubensbote in den Ardennen, Bischof von Maastricht und Lüttich* um 655 in Toulouse in Frankreich (?) 30. Mai 727 in Tervueren bei Lüttich in BelgienÜber Herkunft und Werdegang Huberts wissen wir nichts. Die Hubertuslegende stammt erst aus dem 11. Jahrhundert und ist nicht historisch. Sicher ist, dass Hubert um 705 Bischof von Maastricht wurde. Spáter übertrug er die Reliquien des hl. Lambert von Maastricht nach Lüttich und verlegte auch seinen Bischofssitz dorthin. Er missionierte in Südbrabant und in den Ardennen, damals noch ein großes Waldgebiet, wohin das Christentum kaum vorgedrungen war. Hubert starb am 30. Mai 727 in der Náhe von Brüssel. Am 3. November 743 wurde sein Leib in der Kathedrale von Lüttich feierlich erhoben; 825 wurde er nach St. Hubert (früher Andagium) in den Ardennen übertragen. - Nach der Legende erschien dem damals noch nicht heiligen Hubert, als er an einem Karfreitag jagte, ein Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Geweihen. Hubert gilt als Patron der Jáger, Schützen, Kürschner usw.
Hl. Martin von Porres()
Hl. Martin von PorresOrdensmann* 9. Dezember 1569 in Lima in Peru 3. November 1639 daselbstMartins Vater Juan von Porres war ein nach Lima ausgewanderter spanischer Ritter, seine Mutter eine Einheimische, Tochter afrikanischer Sklaven; ihr verdankte er seine religiöse Erziehung. Martin absolvierte eine heilkundige Ausbildung, durch seine medizinischen Fáhigkeiten und seine liebenswürdige und einfühlsame Art mit Menschen umzugehen, war seine Praxis viel besucht. Bald wurden ihm sogar wundersame Heilungen nachgesagt.1594 bat Martin um die Aufnahme als Laienbruder in den Dominikanerkonvent von Lima. Er wusste, dass ihm als Mulatten verwehrt war, Priester zu werden. Mulatten kamen in der sozialen Rangordnung nach den Weißen, den Indios und den Schwarzen. Erst neun Jahre spáter gewáhrte man ihm die Aufnahme. Er widmete sich hingebungsvoll dem Dienst der Krankenpflege. Nach und nach verwandelte sich das Kloster in ein Krankenhaus, bei dem es im Unterschied zu den anderen Krankenháusern keine Trennung nach Hautfarben gab. Als der Platz im Kloster nicht mehr ausreichte, wandelte Martin auch das Haus seiner Schwester zum Krankenhaus um. Er selbst lebte asketisch, schlief kaum. Die Bevölkerung verehrte ihn, viele sahen in ihm schon zu Lebzeiten einen Heiligen. Er starb an den Folgen einer Typhuserkrankung.
Sel. Rupert Mayer()
Sel. Rupert MayerOrdensmann, Priester* 23. Januar 1876 in Stuttgart in Baden-Württemberg 1. November 1945 in München in BayernAm 23. Januar 1876 wurde Rupert Mayer am Stuttgarter Marktplatz, andemseine Eltern ein Gescháft betrieben, geboren. Er und seine fünfGeschwister wuchsen in einem religiösen und weltoffenen Elternhausauf.Nach dem Abitur 1894 begann Rupert mit dem Studium der TheologieinFribourg/Schweiz, München und Tübingen. Am 2. Mai 1899 wurde er inRottenburg zum Priester geweiht, im Oktober 1900 begann er sein Noviziat bei den Jesuiten. Wegen der Kulturkampfgesetze in Deutschland musste er seine gesamte Ordensausbildung in Österreich und den Niederlanden absolvieren.Von 1906-1911 war P. Rupert Mayer mit der Durchführung von Volksmissionen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden beauftragt. 1912 wurde er Seelsorger fürdie Zuwanderer in München - eine Aufgabe, die er mit großem Engagement wahrnahm. Er sammelte einen Kreis von Menschen verschiedenster Berufe um sich, machte Hausbesuche, vermittelte Arbeitsplátze und half aus mancher Not. Im Ersten Weltkrieg stand er als Divisionspfarrer den Soldaten, die ihn sehr schátzten, bei. 1916 erlitt er eine Verletzung, so dass sein linkes Bein amputiert werden musste.In der politisch unruhigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg rief er die Menschen zur inneren Erneuerung, zur Hinwendung auf Gott und zu gelebtem Christentum auf. Er besuchte politische Veranstaltungen aller Richtungen, auch kirchenfeindlicher Gruppen, kannte seine Gegner und konnte somit auf Angriffe reagieren. Der Mánnerseelsorger Mayer wurde 1921 von Kardinal Faulhaber zum Práses der »Marianischen Mánnerkongregation« ernannt, deren Mitgliederzahl in den folgenden Jahren deutlich anstieg. Rupert Mayer machte sie zu einem Zentrum einer neuen Großstadtseelsorge. Der Caritasapostel und »15. Nothelfer« Münchens half vielen Bedürftigen auch materiell. Beispielhaftfür sein pragmatisches Handeln angesichts der veránderten Lebensgewohnheiten der Menschen waren die von ihm initiierten seit 1925 sonntags gehaltenen Bahnhofsgottesdienste für die Ausflügler.Von großer Bedeutung war für den Seelsorger Mayer immer die Glaubensverkündigung. Die Menschen schátzten seine deutlichen Worte zu aktuellen Problemen der Zeit auf der Kanzel von St. Michael und bei Versammlungen. So erkannte er bereits in den 20er Jahren die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausging. Auch nach 1933verteidigte er christliche Grundsátze und griff somit die Machthaber direkt an, wohl wissend, dass jedes seiner Worte genau registriert wurde. Stets ging es ihm um die Glaubensverkündigung in Wort und Tat. So stand er am 18. Mai 1935, als die Caritas-Sammlung verboten wurde, selbst mit der Sammelbüchse vor der St. Michaelskirche und protestierte bei den zustándigen Stellen. Im April 1937 erfolgte einRede- und Predigtverbot, am 5. Juni die Verhaftung, nachdem er mit Billigung der Ordensoberen weiter gepredigt hatte. Dies führte zur Entrüstung unter Münchens Katholiken. Am 4. Juli 1937 stieg Michael Kardinal Faulhaber auf die Kanzel von St. Michael, um in der Predigt »Flammenzeichen rauchen« beim Hauptkonvent der Mánnerkongregation die Verdienste des Bekenners Mayer zu würdigen und gegen die Verhaftung des Mánnerapostels zu protestieren. Nach einem Prozess im Juli 1937 vor dem Sondergericht München wurde P. Rupert Mayer verurteilt, jedoch freigelassen.Aufgrund weiterer Predigttátigkeit wurde er am 5. Januar 1938 verhaftet und in Landsberg am Lech inhaftiert. Durch eine Amnestie kam er am 3. Mai 1938 frei. Obwohl er sich auf Weisung seines Provinzials und des Kardinals nun dem Predigtverbot fügte, kam es am 3. November 1939 zu einer dritten Verhaftung, weil er sich weigerte, Auskunft über seine Seelsorgegespráche zu geben. Nachdem sich sein Gesundheitszustand im KZ Sachsenhausen deutlich verschlechterte, stimmten die Machthaber, die aus ihm keinen Mártyrer machen wollten, einer Isolation des Paters im August 1940 in Ettal zu, wo er bis Kriegsende lebte. Er fühlte sich als sei er »lebend ein Toter«. Im Mai 1945 kehrte Rupert Mayer nach München zurück, wo sich der unermüdlich Scheinende für den geistigen und materiellen Wiederaufbau Münchens einsetzte. Diese aufopfernde Tátigkeit hat ihn geschwácht. AnAllerheiligen 1945 erlitt P. RupertMayer wáhrend seiner Predigt einen Schlaganfall und verstarb wenig spáter. Seine letzten Worte »der Herr«bezeichneten die Mitte seinesLebens.
Oración
Alle unsere Anmutungen und Vorsátze,
alle unsere Schwierigkeiten und Versuchungen,
alle unsere Kámpfe und Leiden,
alle unsere Sorgen und Ángste
legen wir mit unermesslichem,
unerschütterlichem Gottvertrauen nieder
in das Herz unseres Erlösers.
Wenn Gott mit uns ist,
wer ist dann qegen uns?
P. Rupert Mayer
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2018 / Katholisches Messbuch von November 2018
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:28Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:28Z