Katholisches Messbuch des Tages: Dienstag, September 4 2018

Dienstag der 22. Woche im Jahreskreis

Dienstag der 22. Woche im Jahreskreis

1. Lesung

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther

2,10b-16.

]Schwestern und Brüder! Der Geist ergründet alles, auch die Tiefen Gottes.
]Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott – nur der Geist Gottes.
]Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist.
]Davon reden wir auch, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern wie der Geist sie lehrt, indem wir den Geisterfüllten Geistgewirktes deuten.
]Der irdisch gesinnte Mensch aber erfasst nicht, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann.
]Der geisterfüllte Mensch aber urteilt über alles, ihn selbst vermag niemand zu beurteilen.
]Denn wer begreift den Geist des Herrn? Wer kann ihn belehren? Wir aber haben den Geist Christi.

Psalm

Psalmen

145(144),8-9.10-11.12-13ab.13cd-14.

R/ Kv: Gerecht ist der Herr in allem, was er tut.

]Der HERR ist gnádig und barmherzig,
langmütig und reich an Huld.
]Der HERR ist gut zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.
]Danken sollen dir, HERR, all deine Werke,
deine Frommen sollen dich preisen.
]Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden,
von deiner Macht sollen sie sprechen.
]Sie sollen den Menschen bekannt machen seine machtvollen Taten und die glanzvolle Herrlichkeit seines Königtums.
]Dein Königtum ist ein Königtum aller Zeiten,
]von Geschlecht zu Geschlecht wáhrt deine Herrschaft.
]Treu ist der HERR in seinen Reden,
]und heilig in all seinen Werken.
]Der HERR stützt alle, die fallen,
er richtet alle auf, die gebeugt sind.

Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk

4,31-37.

]In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiláa, und lehrte die Menschen am Sabbat.
]Sie waren außer sich vor Staunen über seine Lehre, denn er redete mit Vollmacht.
]In der Synagoge war ein Mensch, der von einem Dámon, einem unreinen Geist, besessen war. Der schrie mit lauter Stimme:
]He, du, was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
]Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dámon warf den Mann in ihre Mitte und verließ ihn, ohne ihm zu schaden.
]Da waren alle erschrocken und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern und sie fliehen.
]Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.


Hl. Rosalia()

Hl. RosaliaEinsiedlerin, Nonne* um 1100 in Sizilien in Italien um 1160 auf dem Monte Pellegrino bei Palermo in Sizilien in ItalienRosalia war der erst spát entstandenen Überlieferung zufolge Tochter des zur griechischen Bevölkerung in Sizilien gehörenden Grafen Sinibald und lebte am Hof der Königin Margareta. Sie wurde dann Nonne im Basilianerorden, zog sich als Einsiedlerin in eine Höhle des Berges Quisquina bei Bivona zurück, begab sich dann auf Wanderschaft und lebte schließlich bis zu ihrem Tod in einer Grotte auf dem Monte Pellegrino bei Palermo. Zahlreiche Legenden ranken sich um ihr Leben.Erste Zeugnisse der Verehrung von Rosalia finden sich im 12. Jahrhundert in Kalabrien. Eine Ikone des 13. Jahrhunderts aus Palermo zeigt Rosalia neben Oliva von Anagni; deren Lebensgeschichte könnte Vorbild für die von Rosalia gewesen sein. 1624 wurden Rosalias Gebeine auf dem Monte Pellegrino bei Palermo gefunden und am 15. Juli in den Dom von Palermo überführt; wáhrenddessen kam eine die Stadt belastende Pestepidemie zum Stillstand. Erzbischof Kardinal Doria betrieb nun energisch ihre Kanonisation. Die Grotte auf dem Monte Pellegrino wurde zur bis heute vielbesuchten Wallfahrtsstátte, auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte sie. Rosalias Grab im Dom von Palermo ist Ziel vieler Pilger.In Bivona wird Rosalia seit dem 14. Jahrhundert verehrt, die Lokaltradition macht ihren Aufenthalt auch in der dortigen Höhle denkbar.


Hl. Irmgard von Süchteln()

Hl. Irmgard von SüchtelnWohltáterin, Einsiedlerin (?)* um 1000/1020 auf Burg Aspel bei Rees am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen an einem 4. September im letzten Viertel des 11. JahrhundertsIrmgardis war die Tochter des Grafen Godizo von Aspel. Nach dem Tod ihrer Eltern konnte sie über reichen Besitz verfügen und lebte in Köln als Wohltáterin der Abtei St. Pantaleon sowie der Armen der Stadt. Sie stiftete eine Kirche in Haldern, gründete das Kollegiat-Stift in Rees und dotierte es mit reichen Schenkungen. Auch die Gründung der Reeser Kirche, die um 1040 vom Kölner Erzbischof Dasselius eingeweiht wurde, soll auf Irmgard zurückgehen. Sie überschrieb die Burg und das Land Aspel sowie die Kirche in Rees dem Erzbistum Köln, was eine Urkunde aus dem Jahr 1142 belegt. Unsicher ist die Rückführung eines Hospitals am Domplatz in Köln auf Irmgardis.Einige Jahre soll sie dann in Süchteln - heute Teilort von Viersen - als besitzlose Einsiedlerin gelebt haben und drei Pilgerreisen nach Rom unternommen haben. Über diese Fußmársche zu den Grábern der Aposteln gibt es bildstarke Erzáhlungen. Als Gegengabe für die Schenkung von Mártyrererde vom Grab der Ursula an Papst Silvester III. bei ihrer zweiten Romreise soll sie das Haupt von Papst Silvester I. erhalten haben. Die Silvesterreliquie hat aber tatsáchlich Rom nie verlassen. Beim Transport der Erde der Ursula habe sich der Handschuh von Irmgardis rot gefárbt, als ob er vom Blut der Mártyrin getránkt wurde.Irmgardis wurde im Kölner Dom beigesetzt, 1319 wurden ihre Gebeine in die Agneskapelle im neuen Chor überführt. 1523 wurde eine deutschsprachige Legende der Heiligen in Köln gedruckt. In Süchteln erinnern ein reiches Brauchtum und eine Kapelle an Irmgardis.


Hl. Ida von Herzfeld()

Hl. Ida von HerzfeldSeherin, Wohltáterin* in Franken 825 (oder 813?) in Herzfeld bei Lippetal in Nordrhein-WestfalenIda stiftete nach einem Traum um 790 die Kirche von Herzfeld in Westfalen. In einer an die Kirche angebauten Klause lebte sie nach dem Tod ihres Mannes, des Sachsenherzogs Egbert, in großer Frömmigkeit mit Werken der Náchstenliebe bis zu ihrem Tod. Das Volk bezeichnete sie als "Mutter der Armen". Eine spátmittelalterliche Legende berichtet, wie ein von Jágern verfolgter Hirsch bei ihr Schutz suchte. Ida war die erste Heilige in Westfalen. Bischof Dodo erhob ihre Gebeine 980, damals fand der erste Umzug mit ihren Reliquien statt; bis heute wird die "Identracht" alljáhrlich in der Woche ab dem 4. September begangen und dabei der "Ida-Segen" erteilt. Idas Grablege in der zur Kapelle umgewidmeten Klause wurde eine bedeutene Wallfahrtsstátte. Schwangeren hilft der geweihte "Ida-Gürtel".

misalcatolico.com


Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2018 / Katholisches Messbuch von September 2018

Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:30Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:30Z