Katholisches Messbuch des Tages: Montag, September 11 2023
Montag der 23. Woche im Jahreskreis
Brief des Apostels Paulus an die Kolosser
1,24-29.2,1-3.Schwestern und Brüder! Ich freue mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Ich ergánze in meinem irdischen Leben, was an den Bedrángnissen Christi noch fehlt an seinem Leib, der die Kirche ist.
Ihr Diener bin ich geworden gemáß dem Heilsplan Gottes, um an euch das Wort Gottes zu erfüllen.
Er ist jenes Geheimnis, das seit ewigen Zeiten und Generationen verborgen war - jetzt aber seinen Heiligen offenbart wurde.
Ihnen wollte Gott kundtun, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Völkern ist:
Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit. Ihn verkünden wir; wir ermahnen jeden Menschen und belehren jeden Menschen in aller Weisheit, damit wir jeden Menschen vollkommen darstellen in Christus.
Dafür kámpfe ich unter vielen Mühen; denn seine Kraft wirkt mit großer Macht in mir.
Ihr sollt wissen, was für einen schweren Kampf ich für euch und für die Gláubigen in Laodizea zu bestehen habe, auch für alle anderen, die mich persönlich nie gesehen haben.
Dadurch sollen sie getröstet werden; sie sollen in Liebe zusammenhalten, um die tiefe und reiche Einsicht zu erlangen und das göttliche Geheimnis zu erkennen, das Christus ist.
In ihm sind alle Schátze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.
Psalmen
62(61),6-7.8-9.Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe;
denn von ihm kommt meine Hoffnung.
Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg;
darum werde ich nicht wanken.
Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre;
Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.
Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit!
Schüttet euer Herz vor ihm aus!
Denn Gott ist unsere Zuflucht.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk
6,6-11.An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war.
Die Schriftgelehrten und die Pharisáer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten námlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Er aber wusste, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor.
Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen?
Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund.
Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.
Hl. Johann Gabriel Perboyre()
Hl. Johann Gabriel PerboyrePriester, Mönch, Mártyrer * 6. Januar 1802 in Puech in Frankreich 11. September 1840 in ChinaJohannes Gabriel wurde 1820 Mitglied im Lazaristenorden. 1830 wurde er Novizenmeister in Paris, 1835 als Missionar nach China in die Provinzen Honan und Hupeh gesandt. 1839 wurde er verhaftet.Für Johannes Gabriel begann ein furchtbarer Leidensweg durch verschiedene Gefángnisse Chinas. Er wurde schwer gefoltert und besonders der Vizekönig von Wu-Tschang-Fu ließ seinen Haß auf Christen an ihm aus.Nach über einem Jahr wurde er am 10.11.1840 an einem Kreuzesbalken aufgehángt und erdrosselt.Johannes Paul II sprach ihn am 2. Juni 1996 heilig. Dabei hatte er auch die vielen christlichen Mártyrer Chinas im Blick.
Hl. Felix und Hl. Regula()
Hl. FelixMártyrer* in Ágypten um 302 in ZürichHl. RegulaMártyrerin nach 302 in Turicum, dem heutigen Zürich in der SchweizDie Geschwister Felix und Regula gehörten der Thebáischen Legion des Mauritius an. Nach deren Vernichtung in Agaunum - dem heutigen St-Maurice - flohen sie der Überlieferung nach nach Zürich, wo sie mit Exuperantius als Leidensgefáhrten enthauptet wurden. Wie Dionysius und andere Mártyrer sollen sie ihr Haupt bis zu dem Ort getragen haben, an dem sie bestattet werden wollten.Über der Státte der Bestattung von Felix und Regula wurde das Züricher Großmünster erbaut. Der Steinblock ihrer Hinrichtung stand an der Limmat, deshalb errichtete man spáter an dieser Stelle die Wasserkirche, praktisch im Fluss. Lange Zeit wusste man auch von einer Quelle zu berichten, deren Wasser heilkráftig gewesen sein soll: es handelte sich vermutlich um Wasser, das bei hohem Wasserstand der Limmat durch die Mauern eindrang und dort eine Vertiefung im Boden füllte, da das Fundament der Kirche unter dem normalen Wasserspiegel lag.Wáhrend der Reformation wurden die Reliquien in die Dorfkirche in Andermatt gebracht, ihre beiden Köpfe werden noch in der dortigen Pfarrkirche aufbewahrt. 1950, nach dem Bau der katholischen Kirche St. Felix und Regula in Zürich, fanden die übrigen Reliquien den Weg zurück in ihre Heimatstadt.Der Brauch des Züricher Knabenschießens wurde an ihrem Gedenktag durchgeführt, heute am Wochenende davor oder danach.
Hl. Maternus()
Hl. MaternusBischof von Trier (?) und Köln nach 314Maternus war der erste historisch gesicherte Bischof von Köln; er nahm an den Synoden von 313 in Rom und 314 in Arles teil.Nach spáteren Legenden war er ein Schüler von Petrus, der ihn mit Eucharius und Valerius nach Gallien ausgesandt habe. Bei der Ankunft im Elsass soll Maternus vor Erschöpfung tot umgefallen sein, worauf Eucharius und Valerius mutlos umkehrten und nach Rom zurückkehrten; Petrus aber gab ihnen seinen Hirtenstab, sie kehrten ins Elsass zurück und erweckten den schon sechs Wochen im Grabe liegenden Maternus mit Hilfe des Stockes von Petrus wieder zum Leben, worauf Maternus nach Köln ging und dort die Gemeinde gegründet habe.In der Schatzkammer des Kölner Domes wird der Wanderstock des Petrus aufbewahrt, mit dem Eucharius und Valerius Maternus vom Tod erweckt haben sollen. Tatsáchlich ist der gedrechselte Elfenbeinknauf Teil eines spátantiken Konsularstabes, also kaiserliches Herrschaftszeichen; Teile der Fassung entstanden im 8. Jahrhundert.Manche Quellen nennen Maternus auch als Bischof von Trier, wo er in den Bischofslisten als 3. Bischof nach Eucharius und Valerius verzeichnet wird, und von Tongern / Tongeren, wobei die Identitát fraglich ist. Die Nennung Triers basiert aufder Legende, dass es nach Maternus' Tod unklar war, wo er bestattet werden sollte; man legte daher den Leichnam in einen Kahn, der von alleine stromauf trieb und in Trier landete; das wurde dann der Begrábnisort .Im Kölner Stadtteil Rodenkirchen gibt es eine Maternus-Kapelle. Auch in Bechen bei Köln gibt es eine Maternus-Kapelle, deren Geschichte Dr. K. Rainer Stahlke sorgfáltig erforscht hat. Sie wurde erbaut, nachdem der Bechener Pastor Joachim Heußgen 1631 an der Pest gestorben war; nach Ende des Dreißigjáhrigen Krieges wurde der Grundstein für diese St.-Maternus-Kapelle zu Ehren des Patrons bei ansteckenden Krankheiten gelegt. Das Fest des Maternus wurde in Bechen bis in die 1950-er Jahre jeweils an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt mit einer Prozession gefeiert.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2023 / Katholisches Messbuch von September 2023
Veröffentlicht: 2026-07-08T17:59:27Z | Aktualisiert: 2026-07-08T17:59:27Z