Katholisches Messbuch des Tages: Dienstag, September 10 2024

Dienstag der 23. Woche im Jahreskreis

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther

6,1-11.

Brüder! Wagt es einer von euch, der mit einem anderen einen Rechtsstreit hat, vor das Gericht der Ungerechten zu gehen statt zu den Heiligen?
Wisst ihr denn nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet wird, seid ihr dann nicht zustándig, einen Rechtsstreit über Kleinigkeiten zu schlichten?
Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden? Also erst recht über Alltágliches.
Wie könnt ihr dann jene, die im Urteil der Gemeinde nichts gelten, als Richter einsetzen, wenn ihr einen Rechtsstreit über Alltágliches auszutragen habt?
Ich sage das, damit ihr euch schámt. Gibt es denn unter euch wirklich keinen, der die Gabe hat, zwischen Brüdern zu schlichten?
Statt dessen zieht ein Bruder den andern vor Gericht, und zwar vor Ungláubige.
Ist es nicht überhaupt schon ein Versagen, dass ihr miteinander Prozesse führt? Warum leidet ihr nicht lieber Unrecht? Warum lasst ihr euch nicht lieber ausrauben?
Nein, ihr selber begeht Unrecht und Raub, und zwar an Brüdern.
Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Táuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschánder,
noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lásterer, keine Ráuber werden das Reich Gottes erben.
Und solche gab es unter euch. Aber ihr seid reingewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden im Namen Jesu Christi, des Herrn, und im Geist unseres Gottes.

Psalmen

149(148),1-2.3-4.5-6a.9b.

Singet dem HERRN ein neues Lied,
sein Lob in der Versammlung der Frommen!
Israel soll sich freuen über seinen Schöpfer,
die Kinder Zions sollen jubeln über ihren König.
Seinen Namen sollen sie loben mit Reigentanz,
mit Trommel und Leier ihm spielen.
Denn der HERR hat an seinem Volk Gefallen,
er krönt die Gebeugten mit Rettung.
In Herrlichkeit sollen die Frommen frohlocken,
sie sollen jauchzen auf ihren Lagern,
Hochgesánge auf Gott in ihrer Kehle,
Lichtglanz ist das all seinen Frommen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk

6,12-19.

In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wáhlte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel.
Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomáus,
Mattháus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alpháus, und Simon, genannt der Zelot,
Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verráter wurde.
Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judáa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon
waren gekommen, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Und die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt.
Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.


Hl. Pulcheria()

Hl. PulcheriaKaiserin von Ostrom* 19. Januar 399 in Konstantinopel, dem heutigen Ístanbul im Juli 453 daselbstPulcheria Aelia war 15 Jahre alt, als sie zur Regentin für ihren jüngeren Bruder Theodosius II. ernannt wurde. Auch nach dessen Amtsantritt im Jahr 416 ließ sie Kirchen bauen und bekámpfte den Nestorianismus. Sieließ auch die Gebeine der 40 Mártyrer von Sebaste erheben. 447 verließ sie den kaiserlichen Hof und ging in ein Kloster. Als ihr Bruder 450 starb, kehrte sie zurück und heiratete den Feldherrn Marcion, der dann Kaiser wurde. Sie sorgte zusammen mit ihrem Mann dafür, dass 451 das wichtige Konzil von Chalkedon durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen werden konnte.


Hl. Theodard()


Hl. TheodardBischof von Tongern-Maastricht, Mártyrer* um 618 (?) bei Speyer in Rheinland-Pfalz (?) nach dem 6. September 669/670 im Bienwald, einem Wald bei Wörth am Rhein in Rheinland-Pfalz (?)Theodard war Bischof von Maastricht. Als er sich bei König Childerich II. gegen die Bedrückung und Plünderung seines Bistums durch fránkische Adlige beschwerte, wurde er auf einer Reise bei Speyer erschlagen.


Hl. Nikolaus von Tolentino()


Hl. Nikolaus von TolentinoMönch, Prediger* um 1245 in Sant' Angelo in Pontano in Italien 10. September 1305 in Tolentino in ItalienNikolaus wurde im "Engelort"Sant' Angelo in Pontano geboren. Legenden zufolge hatte ein Engel den zuvor kinderlosen Eltern eine Wallfahrt zum Grab des Nikolaus von Myra angeraten; aus Dankbarkeit gaben sie dem Sohn den Namen des Heiligen. Nikolaus ließ sich 1255 in den Augustiner-Eremitenorden aufnehmen und wirkte zunáchst als Prediger und Beichtvater. 1270 empfing er die Weihe zum Priester, 1275 wurde er nach Tolentino geschickt, wo er wunderbare Bestátigungen durch Engel erlebte, die er um den Altar stehen sah.Nikolaus wurde ein höchst beliebter Prediger und Krankenseelsorger und führte ein Leben in Askese und tátiger Náchstenliebe. Erzáhlt wird, wie schon zu Lebzeiten durch ihn Wunder geschahen: seine Gebete wirkten heilend, er überwand den Teufel, der ihm die Ampel am Altar zerbrach und anderen Schaden anzutun versuchte. Zwei gebratene Vögel wollte er auch in schwerer Krankheit, wegen der gelobten Kasteiung, nicht genießen; als er sich auf das Gebot des Priors gehorsam fügte, einen Bissen zu nehmen, flogen die Rebhühner - lebendig geworden - davon.Nikolaus' Grab ist in der darüber für ihn erbauten und nach ihm benannten Basilika in Tolentino. Er wurde nicht im zunáchst vorgesehenen Sarg bestattet, der in der großen für Nikolaus geschaffenen Kapelle steht, sondern unter dem Fußboden, nachdem ihm die Arme als Reliquien abgenommen wurden. Dort ereigneten sich zahlreiche Wunder, offiziell bestátigt wurden allein in den zwanzig Jahren nach seinem Tod mehr als 300. An den Armen des Toten seien bei besonderen kirchlichen Ereignissen jedesmal Blutergüsse entstanden. 1926 wurden seine Gebeine bei Grabungen wieder aufgefunden, in einen Glasschrein gebettet und in die dafür neu ausgestattete Krypta gebracht; sein Grab ist bis heute ein bedeutender Wallfahrtsort.Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert war Nikolaus einer der meistverehrten Heiligen in Europa und Amerika. An seinem Gedenktag wird altem Brauch gemáß Brot gesegnet, das gegen Gicht helfe oder bei Bránden in die Flammen geworfen wird, um sie einzudámmen; Hintergrund ist die Erzáhlung, wie Nikolaus vom Fieber geheilt wurde, nachdem er auf Geheiß der Gottersmutter Maria Brot von einer alten Frau erbeten hatte.

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Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2024 / Katholisches Messbuch von September 2024

Veröffentlicht: 2026-07-08T17:59:45Z | Aktualisiert: 2026-07-08T17:59:45Z