Katholisches Messbuch des Tages: Montag, Oktober 8 2018
Montag der 27. Woche im Jahreskreis
Montag der 27. Woche im Jahreskreis
1. LesungBrief des Apostels Paulus an die Galater
1,6-12.]Schwestern und Brüder! Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.
]Es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfálschen wollen.
]Jedoch, auch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als das, das wir verkündet haben – er sei verflucht.
]Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündet im Widerspruch zu dem, das ihr angenommen habt – er sei verflucht.
]Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wáre ich kein Knecht Christi.
]Ich erkláre euch, Schwestern und Brüder: Das Evangelium, das ich verkündet habe, stammt nicht von Menschen;
]ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi empfangen.
Psalmen
111(110),1-2.7-8.9.10c.R/ Kv: Der Herr ist unser Gott; ewig denkt er an seinen Bund.
]Dem HERRN will ich danken mit ganzem Herzen im Kreis der Redlichen, in der Gemeinde.
]Groß sind die Werke des HERRN, erforschenswert für alle, die sich an ihnen freuen.
]Die Werke seiner Hánde sind Treue und Recht, verlásslich sind alle seine Gebote.
]Sie stehen fest für immer und ewig, geschaffen in Treue und Redlichkeit.
]Erlösung hat er seinem Volk gesandt, seinen Bund bestimmt für ewige Zeiten. Heilig und Furcht gebietend ist sein Name.
]Sein Lob hat Bestand für immer.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk
10,25-37.]In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?
]Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
]Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Náchsten wie dich selbst.
]Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben!
]Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Náchster?
]Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Ráubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen.
]Zufállig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging vorüber.
]Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vorüber.
]Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid,
]ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.
]Und am náchsten Tag holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.
]Wer von diesen dreien, meinst du, ist dem der Náchste geworden, der von den Ráubern überfallen wurde?
]Der Gesetzeslehrer antwortete: Der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle du genauso!
Hl. Demetrius()
Hl. DemetriusMártyrer um 304 in Sirmium, dem heutigen Sremska Mitrovica in Jugoslawien (?) oder in der Achaia in GriechenlandIn der Überlieferung über Demetrios vereint sich wohl die von drei verschiedenen Personen: Erstens die eines Mártyrers aus Thessaloniki unter Kaiser Maximianus, der in der Christenverfolgung Anfang des 4. Jahrhunderts im Kerker erstochen wurde; zweitens die eines Diakons aus Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica in Serbien; drittens die eines weiteren Diakons slawischer Abstammung in Pannonien - der damaligen römischen Provinz im heutigen Ungarn.Demetrios ist einer der am meisten verehrten Heiligen der Ostkirche, vor allem in Griechenland und besonders in Thessaloniki, durch Wallfahrer aber auch in der westlichen Kirche verbreitet. Wohl wegen der Plünderung von Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica in Serbien - durch die Hunnen um 441/442 wurden Gebeine von dort nach Thessaloniki überführt, nach der Verlegung der Práfektur von Sirmium nach Thessaloniki wurde 535 Thessaloniki zum Zentrum der Verehrung des Heiligen. Der altserbische Name von Sirmium erinnerte an den Heiligen: er lautete Dimitrovce, ungarisch Szava Szent-Demeter, civitas S. Demetrii in lateinischen Quellen des 13. bis 15. Jahrhunderts. Im 9. Jh. führten die Slavenlehrer Cyrillus und Methodius die Verehrung von Demetrios in Máhren und Pannonien ein.Nach Russland kam die Verehrung von Dimitrij wohl aus Máhren, 1052 wurde das erste russische Kloster dieses Namens eröffnet. 1197 wurde eine Ikone von Thessaloniki nach Kiew gebracht. Klemens von Ochrid verfasste um 916 einen Lobpreis in altbulgarischer Sprache. Auch in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul in der Türkei - wurde Demetrios verehrt; infolge der Kreuzzüge verbreitete sich der Kult auch im Westen; Zeuge ist z.B. der Schrein für Anno von Köln in Siegburg.Im 5. Jahrhundert wurde Demetrios zu Ehren in Thessaloniki eine Kirche erbaut. Sein Grab wurde im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort, aus ihm fließt bis heute in den Tagen vor seinem Fest ein für heilkráftig erachtetes Öl, das táglich mehr duftet. Am Festtag wird der Schrein geöffnet und innerhalb weniger Sekunden duftet die ganze Kirche vom Wohlgeruch. Anschliessend ist eine Prozession in der Stadt, dabei erfüllen sich die Gassen von diesem Duft. Noch heute sind ihm allein in Griechenland über 200 Kirchen geweiht. Er gehört zu den Heiligen Rittern, die in verschiedener Zusammenstellung vorkommen.
Hl. Gunther von Regensburg()
Hl. GuntherBischof von Regensburg 8. Oktober 940Gunther war Mönch im Kloster St. Emmeram. 940 wurde er von Kaiser Otto dem Großen zum Bischof von Regensburg ernannt, starb aber schon bald darauf.
Hl. Ragenfredis()
Hl. RagenfredisErste Ábtissin in Denain* in Ostrevant, dem Landstrich um Douai in Frankreich um 805Ragenfredis stiftete 764 in Denain auf ihrem Besitz eine Benediktinerabtei, deren erste Ábtissin sie wurde.Nach einer Legende aus dem 11. Jahrhundert war Ragenfredis die Tochter von Regina und Adalbert, dem Grafen von Ostrevant. Legendár sind auch die neun Schwestern von Ragenfredis.Die Benediktinerinnen von Denain gründeten vermutlich im 9. Jahrhundert in Hönnepel - heute ein Ortsteil von Kalkar am Niederrhein - eine Niederlassung und bauten eine Klosterkirche. Sie wurde Ragenfredis nach ihrer Heiligsprechunggeweiht.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2018 / Katholisches Messbuch von Oktober 2018
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:29Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:29Z