Katholisches Messbuch des Tages: Freitag, Oktober 5 2018
Freitag der 26. Woche im Jahreskreis
Freitag der 26. Woche im Jahreskreis
1. LesungBuch Ijob
38,1.12-21.40,3-5.]Der HERR antwortete dem Ijob aus dem Wettersturm und sprach:
]Hast du je in deinem Leben dem Morgen geboten, der Morgenröte ihren Ort bestimmt,
]dass sie der Erde Sáume fasse und die Frevler von ihr abgeschüttelt werden?
]Sie wandelt sich wie Siegelton, steht da wie ein Gewand.
]Den Frevlern wird ihr Licht entzogen, zerschmettert der erhobene Arm.
]Bist du zu den Quellen des Meeres gekommen, hast du des Urgrunds Tiefe durchwandert?
]Haben dir sich die Tore des Todes geöffnet, hast du die Tore des Todesschattens geschaut?
]Hast du der Erde Weiten überblickt? Sag es, wenn du das alles weißt!
]Wo ist der Weg zur Wohnstatt des Lichts? Die Finsternis, wo hat sie ihren Ort,
]dass du sie einführst in ihren Bereich, die Pfade zu ihrem Haus kennst?
]Du weißt es ja; du wurdest damals ja geboren und deiner Tage Zahl ist groß!
]Da antwortete Ijob dem HERRN und sprach:
]Siehe, ich bin zu gering. Was kann ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund.
]Einmal habe ich geredet, doch ich werde nicht antworten; ein zweites Mal, doch ich fahre nicht fort!
Psalmen
139(138),1-3.7-8.9-10.13-14.R/ Kv: Leite mich, o Herr, auf dem bewáhrten Weg!
]HERR, du hast mich erforscht und kennst mich.
]Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. Du durchschaust meine Gedanken von fern.
]Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
]Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Angesicht fliehen?
]Wenn ich hinaufstiege zum Himmel – dort bist du; wenn ich mich lagerte in der Unterwelt – siehe, da bist du.
]Náhme ich die Flügel des Morgenrots, ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
]auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.
]Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
]Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk
10,13-16.]In jener Zeit sprach Jesus: Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Machttaten geschehen wáren, die bei euch geschehen sind – lángst schon wáren sie in Sack und Asche umgekehrt.
]Doch Tyrus und Sidon wird es beim Gericht ertráglicher ergehen als euch.
]Und du, Kafarnaum, wirst du etwa bis zum Himmel erhoben werden? Bis zur Unterwelt wirst du hinabsteigen!
]Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.
Hl. Maria Faustina Kowalska()
Hl. Maria Faustina KowalskaNonne, Mystikerin* 25. August 1905 in Głogówiec bei Lodz in Polen 5. Oktober 1938 in Krakau / Kraków in PolenMaria Faustina Kowalska wurde am 25. August 1905 als drittes von zehn Kindern in der Familie von Marianna und Stanisław Kowalski, Bauersleuten aus dem Dorf Głogowiec, geboren. Bei der Taufe in der Pfarrkirche in Świnice Warckie erhielt sie den Namen Helena. Im neunten Lebensjahr empfing sie die erste heilige Kommunion. Die Schule besuchte sie nur knappe drei Jahre, und als junges Mádchen verließ sie ihr Elternhaus, um im Dienste bei wohlhabenden Familien in Aleksandrów Łódzki und Łódź für ihren eigenen Unterhalt zu verdienen und um ihren Eltern zu helfen.Die Stimme der Berufung vernahm sie in ihrer Seele bereits seit dem siebten Lebensjahr, aber ihre Eltern stimmten dem Eintritt in ein Kloster nicht zu. Unter dem Eindruck einer Vision des Leidenden Christus fuhr sie im Juli 1924 nach Warschau, um dort einen Platz in einem Kloster zu suchen. Ein Jahr arbeitete sie noch als Haushaltshilfe, um für eine bescheidene Aussteuer das Geld zu verdienen. Am 1. August 1925 trat sie in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Warschau ein.Im Kloster verbrachte sie als Schwester Maria Faustina dreizehn Jahre, in denen sie als Köchin, Gártnerin und Pförtnerin in vielen Háusern der Kongregation tátig war, am lángsten in Krakau, Warschau, Płock und Wilna. Sie litt unter Lungen- und Darmtuberkulose, deshalb verbrachte sie lánger als 8 Monate im Krankenhaus in Krakau-Prądnik.Die Jahre ihres Ordenslebens waren von außergewöhnlichen Gnaden erfüllt: von Erscheinungen, Visionen, verborgenen Stigmata, der Teilnahme an der Passion Christi, der Gabe der Bilokation, dem Lesen in den menschlichen Seelen, Prophezeiung und der Gabe der mystischen Verlobung und Vermáhlung.Die fundamentale Aufgabe der Schwester Faustina bestand darin, der Kirche und der Welt die Botschaft der unendlichen Barmherzigkeit Gottes zu übermitteln, die an die biblische Wahrheit von der erbarmenden Liebe Gottes zu jedem Menschen erinnert und dazu aufruft, Ihm das eigene Leben anzuvertrauen und tátige Náchstenliebe zu üben. Jesus zeigte ihr nicht nur die Tiefe Seiner Barmherzigkeit, sondern übermittelte ihr auch neue Kultformen: das Bild mit der Unterschrift "Jesus, ich vertraue auf Dich", das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit (am Sonntag nach Ostern, dem Weißen Sonntag), den Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes und das Gebet im Augenblick des Sterbens Jesu am Kreuz, die sog. Stunde der Barmherzigkeit. An jede von ihnen, und auch an die Verkündung der Botschaft der Barmherzigkeit durch das Zeugnis des Lebens, durch Tat, Wort und Gebet, knüpfte Jesus große Versprechen, unter der Bedingung, dass sich der Mensch um eine Haltung des Vertrauens zu Gott, also die Erfüllung Seines Willens, und Barmherzigkeit gegenüber den Náchsten bemüht.Schwester Faustina starb im Kloster in Krakau-Łagiewniki am 5. Oktober 1938 im Alter von nur 33 Jahren. Die aus der mystischen Erfahrung und dem Charisma der Schwester Faustina entstandene Apostolische Bewegung der Barmherzigkeit Gottes führt ihre Sendung weiter und bringt der Welt die Botschaft der Barmherzigkeit durch das Zeugnis des Lebens, durch Tat, Wort und Gebet. Am 18. April 1993 wurde sie auf dem Petersplatz in Rom von Papst Johannes Paul II. selig und am 30. April 2000 heilig gesprochen.
Hl. Anna Schäffer()
Hl. Anna ScháfferDulderin, Mystikerin* 18. Februar 1882 in Mindelstetten in Bayern 5. Oktober 1925 daselbstAnna Scháffer litt fast 25 Jahre lang unter schwerer körperlicher und seelischer Krankheit, 15 Jahre lang trug sie unbemerkt von anderen die Wundmale Jesu an sich. Ihre mystischen Erlebnisse hielt sie in Berichten fest, andere Schwerkranke tröstete sie mit Briefen.Eine große Menschenmenge nahm an Anna Scháffers Beerdigung teil, 1972 wurden ihre Gebeine in die Kirche in Mindelstetten übertragen. Nach Mitteilung des Bistums Regensburg sind bis zum Jahr 2009 ca. 20.000 Gebetserhörungen nachgewiesen. Anna Scháffer wurde am 21.10. 2012 durch Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.
Hl. Jovianus von Trier()
Hl. Jovianus von TrierMártyrer um 304 in TrierJovianus war einer der Mártyrer von Trier, die der Überlieferung nach in der Diokletianischen Verfolgung getötet wurden.Jovianus' Gebeine wurden 1071/1072 in die Pauluskirche in Trier übertragen.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2018 / Katholisches Messbuch von Oktober 2018
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:29Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:29Z