Katholisches Messbuch des Tages: Samstag, Oktober 20 2018

Samstag der 28. Woche im Jahreskreis

Samstag der 28. Woche im Jahreskreis

1. Lesung

Brief des Apostels Paulus an die Epheser

1,15-23.

]Schwestern und Brüder!
]Ich höre nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
]Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
]Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt
]und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gláubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stárke.
]Er ließ sie wirksam werden in Christus, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat,
]hoch über jegliche Hoheit und Gewalt, Macht und Herrschaft und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen genannt wird.
]Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.
]Sie ist sein Leib, die Fülle dessen, der das All in allem erfüllt.

Psalm

Psalmen

8,2-3.4-5.6-7.

R/ Kv: Deinen Sohn hast du eingesetzt als Herrscher über das Werk deiner Hánde.

]HERR, unser Herr, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde, der du deine Hoheit gebreitet hast über den Himmel.
]Aus dem Mund der Kinder und Sáuglinge hast du ein Bollwerk errichtet wegen deiner Gegner, um zum Einhalten zu bringen Feind und Rácher.
]Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
]Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
]Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, du hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit.
]Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über die Werke deiner Hánde, alles hast du gelegt unter seine Füße:

Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk

12,8-12.

]In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.
]Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
]Jedem, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lástert, dem wird nicht vergeben werden.
]Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt!
]Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen müsst.


Hl. Wendelin()

Hl. WendelinEinsiedler, Abt in Tholey, Nothelfer* um 555 in Schottland (oder Irland) 617 (?) in Tholey im SaarlandWendelin war der Überlieferung nach ein schottischer Königssohn. Aus Árger über seine religiöse Neigungen verlangte sein Vater von ihm, Schafe zu hüten. Mit sechs Genossen wollte er im Alter von 20 Jahren nach Rom wallfahren, gelangte aber nur bis Trier, entweder auf der Hinreise oder nach erlangter Segnung durch den Papst auf der Rückreise.Dort übernahm Wendelin Hirtendienste bei einem Edelmann und trieb das Vieh bis zu einem sieben Meilen entfernten Berg, wo er gerne betete. Der als ráuberisch geschilderte Herr der Herde kam unerwartet vorbei und war erzürnt, dass Wendelin sich so weit entfernt hatte und ihm das zum Verzehr bestimmte Tier nicht rechtzeitig werde bringen können. Doch als der Erboste in seinen Hof zurückkam, war Wendelin bereits dort. Tief erschrocken bat der Herr Wendelin um Vergebung und baute ihm eine Zelle in der Náhe des benachbarten Klosters Tholey, dessen Mönche Wendelin zum Nachfolger ihres verstorbenen Abtes wáhlten, ohne dass Wendelin je Priester geworden war.Als Wendelin starb, bestatteten ihn seine Mönche, von vielen Kerzen umgeben, fanden aber am náchsten Morgen den Leichnam neben dem Grab. Sie nahmen dies als Zeichen, dass er woanders begraben sein wollte und spannten Ochsen vor einen Wagen; diese fuhren ihn, von selbst den Weg findend, auf den Berg, auf dem er so oft betend geweilt hatte.Wendelin wurde erstmals in der von Eberwin, Abt in Trier und Tholey, um 1000 verfassten Lebensgeschichte des Trierer Bischofs Magnerich erwáhnt: wáhrend Magnerichs Amtszeit habe ein frommer Einsiedler mit Namen Wendelin im Waldgebirge des Vosagus gelebt; zusammen mit Ingobert und Disibod záhle er ihn zu den Deo militantes, Gottesstreitern, die im 6./7. Jahrhundert im Gebiet des Pfálzer Waldes und des Hunsrück gewirkt haben. Das Kalendarium von Stablo kannte im 10. Jahrhundert die Verehrung Wendelins in Basonis Villare, das aufgrund der immer stárker einsetzende Verehrung des Ortsheiligen um 1050 nach ihm in St. Wendel umbenannt wurde; 1360 wurden die Reliquien in den Chor der neu erbauten und nach ihm benannten Wallfahrtskirche in St. Wendel überführt. Im Spátmittelalter förderten die Bischöfe von Trier die Wallfahrten, aber durch die Reformation nahmen die Pilgerströme ab. Im 18. / 19. Jahrhundert kam es zu einer erneuten Blüte. Es gibt kaum einen Volksheiligen, dessen Verehrung so weit verbreitet ist, sagte 2010 der St. Wendeler Pastor Anton Franziskus mit Blick auf die zahlreichen Wendelinuspfarreien in vielen Lándern der Welt.Drei lateinische Wendelins-Legenden entstanden im 14. und 15. Jahrhundert. Im Rhein-Moselgebiet, aber auch in Bayern, ist Wendelins Verehrung bis heute weit verbreitet. Durch Auswanderer kam sie auch nach Nord- und Südamerika. Bei der heute bedeutendsten Wendelinus-Wallfahrt führt alljáhrlich die Prozession von der Pfarrkirche in Nussbach, Ortsteil von Oberkirch, durch die Weinberge hoch zur Wendelinuskapelle Bottenau mit circa 100 Pferden und 500 Gláubigen. In jüngster Zeit wird er zunehmend auch als Patron für Natur- und Umweltschutz verehrt.


Hl. Irene von Portugal()

Hl. Irene von PortugalMártyrerin 653 bei Nabentia, dem heutigen Tomar in PortugalIrene lebte nach der Überlieferung in einer Art Jungfrauenkloster und wurde von einem Meuchelmörder getötet, den ein vornehmer junger Mann gedungen hatte, der von ihr abgewiesen worden war.


Sel. Jakob (Franz Alexander) Kern()

Sel. Jakob (Franz Alexander) KernPriester, Mönch* 11. April 1897 in Wien in Österreich 20. Oktober 1924 daselbstFranz Alexander Kern war als Soldat mit 19 Jahren in den Kámpfen des 1. Weltkrieges in Italien schwer verwundet worden. Nach dem Krieg trat er als Chorherr ins Prámonstratenserstift Geras ein und nahm den Namen Jakob an. 1922 wurde er in Wien zum Priester geweiht und war als Seelsorger tátig, starb aber alsbald an den Folgen seiner Kriegsverletzungen.Am 26. September 1956 wurden Kerns Gebeine in die Stiftskirche in Geras übertragen. Am 21.6.1998 wurde er von Papst Johannes Paul II. auf dem Wiener Heldenplatz seliggesprochen.

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Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2018 / Katholisches Messbuch von Oktober 2018

Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:29Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:29Z