Katholisches Messbuch des Tages: Dienstag, November 6 2018

Dienstag der 31. Woche im Jahreskreis

Dienstag der 31. Woche im Jahreskreis

1. Lesung

Brief des Apostels Paulus an die Philipper

2,5-11.

]Schwestern und Brüder! Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht:
]Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein,
]sondern er entáußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen;
]er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
]Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
]damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu
]und jeder Mund bekennt: „Jesus Christus ist der Herr“ – zur Ehre Gottes, des Vaters.

Psalm

Psalmen

22(21),26-27.28-29.30c-32.

]Von dir kommt mein Lobpreis in großer Versammlung, ich erfülle mein Gelübde vor denen, die Gott fürchten.
]Die Armen sollen essen und sich sáttigen; den HERRN sollen loben, die ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer.
]Alle Enden der Erde sollen daran denken und sich zum HERRN bekehren: Vor dir sollen sich niederwerfen alle Stámme der Nationen.
]Denn dem HERRN gehört das Königtum; er herrscht über die Nationen.
]Und wer sein Leben nicht bewahrt hat,
]Nachkommen werden ihm dienen. Vom Herrn wird man dem Geschlecht erzáhlen, das kommen wird.
]Seine Heilstat verkündet man einem Volk, das noch geboren wird: Ja, er hat es getan.

Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk

14,15-24.

]In jener Zeit sagte einer der Gáste, der zusammen mit Jesus eingeladen worden war, zu ihm: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.
]Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein.
]Zur Stunde des Festmahls schickte er seinen Diener aus und ließ denen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, alles ist bereit!
]Aber alle fingen an, einer nach dem anderen, sich zu entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss dringend gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich!
]Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, um sie zu prüfen. Bitte, entschuldige mich!
]Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen.
]Der Diener kehrte zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Verkrüppelten, die Blinden und die Lahmen hierher!
]Und der Diener meldete: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; und es ist immer noch Platz.
]Da sagte der Herr zu dem Diener: Geh zu den Wegen und Záunen und nötige die Leute hereinzukommen, damit mein Haus voll wird.
]Denn ich sage euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.


Hl. Leonhard()

Hl. LeonhardEinsiedler, Abt in Noblac bei Limoges (?)* um 500 in Orléans (?) in Frankreich 559 (?) im heutigen St-Léonard-de-Noblac bei Limoges in FrankreichDie Lebensgeschichte von Leonhard ist in vielem legendár. Demnach ließ die am Hof der Merowinger lebende fránkische Adelsfamilie ihren Sohn durch Erzbischof Remigius von Reims taufen und unterrichten. Als Erwachsener verweigerte er die ihm angebotene Übernahme eines Bistums, blieb einfacher Diakon und zog sich in die Einsamkeit des Waldes Pauvin bei Limoges zurück, predigte von seiner Zelle aus und heilte die zu ihm kommenden Krüppel und Hilfsbedürftigen. Regelmáßig besuchte er Gefangene und erreichte für viele bei König Chlodwig (oder Chlotar I. ?) ihre Freilassung. Viele Gefangene riefen auch den Namen Leonhards, worauf sofort ihre Fesseln abfielen, die sie dann als Freie dem Einsiedler brachten.König und Königin zogen eines Tages zur Jagd in diesen Wald; Leonhard hörte die Königin klagen und rufen, da sie in Wehen lag. Auf Bitten des Königs betete Leonhard am Lager der Königin, und sie schenkte ihrem Knaben das Leben. Der König wollte Leonhard mit Gold und Silber beschenken; dieser bat aber nur um so viel Waldgelánde, wie er mit seinem Esel in einer Nacht umreiten könne. Leonhard gründete in seinem Waldstück die Gemeinschaft von Noblac - das heutige Dorf St-Léonard-de-Noblac -, wo er ehemalige Gefangene aufnahm und zu Handwerkern ausbildete. Leonhard leitete die Gemeinschaft bis zu seinem Tod und wurde bald schon als heilig verehrt.Am Sonntag nach dem 6. November wird heute in dem nach ihm benannten Stádtchen St-Léonard-de-Noblac zu seinen Ehren ein großes Ritterfest gefeiert. Die zu seinen Ehren angeblich 1358 gegründete Bruderschaft erstellt aus Holz den Nachbau einer Burg, die dann auf einen Pfahl gestellt und von Reitern mit Stöcken geschlagen wird, bis sie in Stücke zerfállt, die dann von den Leuten als Glückbringer mit nach Hause genommen werden. Die Kirche über seinem Grab hat einen der máchtigsten Glockentürme in Frankreich, sie war Station der Pilger auf der Wallfahrt zu Jakobus in Santiago de Compostela; Richard Löwenherz, Pippin der Kleine oder Karl VII. machten hier Station.Leonhard wurde seit dem 11. Jahrhundert besonders auch in Bayern verehrt, über 150 Wallfahrten fanden unter seinem Namen statt, auch heute gibt es noch über 50 Leonhardi-Wallfahrten, meist mit Pferde-Ritten. Er galt ursprünglich als Schutzpatron derer, die in Ketten liegen, also der Gefangenen - aber auch der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete; nach der Reformation wurde er Schutzpatron der Haustiere, weil man die Ketten, mit denen er abgebildet wurde, als Viehketten deutete. Die Leonhard geweihten Kirchen sind mit Ketten umspannt, so in Bad Tölz.Im 19. Jahrhundert erreichte die Verehrung in Bayern ihren Höhepunkt; man nannte ihn den bayerischen Herrgott oder Bauernherrgott; in Bayern gehört Leonhard auch zu den 14 Nothelfern. Am Leonhardstag werden Tiersegnungen vorgenommen. In Inchenhofen befindet sich der 125 kg schwere Leonhards-Nagel, den man ab dem 15. Jahrhundert zum Zeichen der Buße rund um die Kirche trug. Seit 1718 wird im bayerischen Bad Tölz der Leonhardsritt begangen, seit 1994 auch wieder der traditionelle, grenzüberschreitende Leonhardi-Ritt von Neukirchen im Oberpfálzer Wald nach Uhlište in Tschechien.


Hl. Christine von Stommeln()

Hl. Christine von StommelnBegine, Mystikerin* 1242 in Stommeln bei Köln in Nordrhein-Westfalen 6. November 1312 daselbstDie Bauerntochter Christine hatte schon als Kind Visionen von Christus, im Alter von 10 Jahren erlebte sie die ekstatische Verlobung. 1255 ging sie zu den Beginen nach Köln, wurde von diesen aber wegen ihrer dámonischen Versuchungen 1259 zurückgeschickt. In Stommeln lebte sie nun bei ihren Eltern, auch beim Pfarrer und den dortigen Beginen, immer wieder von Erscheinungen und Angriffen von Teufeln gequált und versucht, andererseits mit himmlischen Tröstungen und Gesichten begnadet. Zuverlássig berichtet ist ihre Stigmatisation mit den Wundmalen Christi. Nach einer schweren Blutung 1288 wurden keine übersinnlichen Erlebnisse mehr berichtet.Ihr Seelenführer, der schwedische Dominikaner Petrus de Dacia, verfasste Christines Lebensgeschichte, die auch den umfangreichen Briefwechsel enthált. Ihre Gebeine wurden im 16. Jahrhundert nach Jülich überführt; im 2. Weltkrieg wurde 1944 die Propsteikirche durch Bomben fast völlig zerstört, der Schrein mit den Reliquien aber blieb unversehrt.


Hl. Protasius()

Hl. ProtasiusBischof von Lausanne im 7. Jahrhundert im Schweizer JuraProtasius war Bischof von Lausanne.Protasius' Gebeine kamen nach Basuges am Genfer See, das man nach ihm dann St-Prex nannte.

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Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2018 / Katholisches Messbuch von November 2018

Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:28Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:28Z