Katholisches Messbuch des Tages: Donnerstag, November 3 2016

Donnerstag der 31. Woche im Jahreskreis

Donnerstag der 31. Woche im Jahreskreis

1. Lesung

Brief des Apostels Paulus an die Philipper

3,3-8a.

]Schwestern und Brüder! Die Beschnittenen sind wir, die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf irdische Vorzüge vertrauen,
]obwohl ich mein Vertrauen auch auf irdische Vorzüge setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf irdische Vorzüge vertrauen, so könnte ich es noch mehr.
]Ich wurde am achten Tag beschnitten, bin aus Israels Geschlecht, vom Stamm Benjamin, ein Hebráer von Hebráern, nach dem Gesetz ein Pharisáer;
]ich verfolgte voll Eifer die Kirche und war untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im Gesetz gefordert ist.
]Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.
]Ja noch mehr: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt.

Psalm

Psalmen

105(104),2-3.4-5.6-7.

R/ Kv: Sucht sein Antlitz allezeit!

]Singt dem Herrn und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!
]Rühmt euch seines heiligen Namens! Die den HERRN suchen, sollen sich von Herzen freuen.
]Fragt nach dem HERRN und seiner Macht, sucht sein Angesicht allezeit!
]Gedenkt der Wunder, die er getan hat, seiner Zeichen und der Beschlüsse seines Mundes!
]Ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, ihr Kinder Jakobs, die er erwáhlt hat.
]Er, der HERR, ist unser Gott. Auf der ganzen Erde gelten seine Entscheide.

Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk

15,1-10.

]In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören.
]Die Pharisáer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.
]Da erzáhlte er ihnen dieses Gleichnis und sagte:
]Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lásst er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
]Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern,
]und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war!
]Ich sage euch: Ebenso wird im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keine Umkehr nötig haben.
]Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das Haus und sucht sorgfáltig, bis sie die Drachme findet?
]Und wenn sie diese gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir, denn ich habe die Drachme wiedergefunden, die ich verloren hatte!
]Ebenso, sage ich euch, herrscht bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.


Hl. Hubert()

Hl. Hubert Glaubensbote in den Ardennen, Bischof von Maastricht und Lüttich* um 655 in Toulouse in Frankreich (?) 30. Mai 727 in Tervueren bei Lüttich in BelgienÜber Herkunft und Werdegang Huberts wissen wir nichts. Die Hubert­uslegende stammt erst aus dem 11. Jahrhundert und ist nicht historisch. Sicher ist, dass Hubert um 705 Bischof von Maastricht wurde. Spáter übertrug er die Reliquien des hl. Lambert von Maastricht nach Lüttich und verlegte auch seinen Bischofssitz dorthin. Er missionierte in Südbrabant und in den Ardennen, damals noch ein großes Waldgebiet, wohin das Christentum kaum vorgedrungen war. Hubert starb am 30. Mai 727 in der Náhe von Brüssel. Am 3. November 743 wurde sein Leib in der Kathedrale von Lüttich feierlich erhoben; 825 wurde er nach St. Hubert (früher Andagium) in den Ardennen übertragen. - Nach der Legende erschien dem damals noch nicht heiligen Hubert, als er an einem Karfreitag jagte, ein Hirsch mit einem Kreuz zwischen den Geweihen. Hubert gilt als Patron der Jáger, Schützen, Kürschner usw.


Hl. Martin von Porres()

Hl. Martin von PorresOrdensmann* 9. Dezember 1569 in Lima in Peru 3. November 1639 daselbstMartins Vater Juan von Porres war ein nach Lima ausgewanderter spanischer Ritter, seine Mutter eine Einheimische, Tochter afrikanischer Sklaven; ihr verdankte er seine religiöse Erziehung. Martin absolvierte eine heilkundige Ausbildung, durch seine medizinischen Fáhigkeiten und seine liebenswürdige und einfühlsame Art mit Menschen umzugehen, war seine Praxis viel besucht. Bald wurden ihm sogar wundersame Heilungen nachgesagt.1594 bat Martin um die Aufnahme als Laienbruder in den Dominikanerkonvent von Lima. Er wusste, dass ihm als Mulatten verwehrt war, Priester zu werden. Mulatten kamen in der sozialen Rangordnung nach den Weißen, den Indios und den Schwarzen. Erst neun Jahre spáter gewáhrte man ihm die Aufnahme. Er widmete sich hingebungsvoll dem Dienst der Krankenpflege. Nach und nach verwandelte sich das Kloster in ein Krankenhaus, bei dem es im Unterschied zu den anderen Krankenháusern keine Trennung nach Hautfarben gab. Als der Platz im Kloster nicht mehr ausreichte, wandelte Martin auch das Haus seiner Schwester zum Krankenhaus um. Er selbst lebte asketisch, schlief kaum. Die Bevölkerung verehrte ihn, viele sahen in ihm schon zu Lebzeiten einen Heiligen. Er starb an den Folgen einer Typhuserkrankung.


Sel. Rupert Mayer()

Sel. Rupert MayerOrdensmann, Priester* 23. Januar 1876 in Stuttgart in Baden-Württemberg 1. November 1945 in München in BayernAm 23. Januar 1876 wurde Rupert Mayer am Stuttgarter Marktplatz, andemseine Eltern ein Gescháft betrieben, geboren. Er und seine fünfGeschwister wuchsen in einem religiösen und weltoffenen Elternhausauf.Nach dem Abitur 1894 begann Rupert mit dem Studium der TheologieinFribourg/Schweiz, München und Tübingen. Am 2. Mai 1899 wurde er inRottenburg zum Priester geweiht, im Oktober 1900 begann er sein Noviziat bei den Jesuiten. Wegen der Kulturkampfgesetze in Deutschland musste er seine gesamte Ordensausbildung in Österreich und den Niederlanden absolvieren.Von 1906-1911 war P. Rupert Mayer mit der Durchführung von Volksmissionen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden beauftragt. 1912 wurde er Seelsorger fürdie Zuwanderer in München - eine Aufgabe, die er mit großem Engagement wahrnahm. Er sammelte einen Kreis von Menschen verschiedenster Berufe um sich, machte Hausbesuche, vermittelte Arbeitsplátze und half aus mancher Not. Im Ersten Weltkrieg stand er als Divisionspfarrer den Soldaten, die ihn sehr schátzten, bei. 1916 erlitt er eine Verletzung, so dass sein linkes Bein amputiert werden musste.In der politisch unruhigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg rief er die Menschen zur inneren Erneuerung, zur Hinwendung auf Gott und zu gelebtem Christentum auf. Er besuchte politische Veranstaltungen aller Richtungen, auch kirchenfeindlicher Gruppen, kannte seine Gegner und konnte somit auf Angriffe reagieren. Der Mánnerseelsorger Mayer wurde 1921 von Kardinal Faulhaber zum Práses der »Marianischen Mánnerkongregation« ernannt, deren Mitgliederzahl in den folgenden Jahren deutlich anstieg. Rupert Mayer machte sie zu einem Zentrum einer neuen Großstadtseelsorge. Der Caritasapostel und »15. Nothelfer« Münchens half vielen Bedürftigen auch materiell. Beispielhaftfür sein pragmatisches Handeln angesichts der veránderten Lebensgewohnheiten der Menschen waren die von ihm initiierten seit 1925 sonntags gehaltenen Bahnhofsgottesdienste für die Ausflügler.Von großer Bedeutung war für den Seelsorger Mayer immer die Glaubensverkündigung. Die Menschen schátzten seine deutlichen Worte zu aktuellen Problemen der Zeit auf der Kanzel von St. Michael und bei Versammlungen. So erkannte er bereits in den 20er Jahren die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausging. Auch nach 1933verteidigte er christliche Grundsátze und griff somit die Machthaber direkt an, wohl wissend, dass jedes seiner Worte genau registriert wurde. Stets ging es ihm um die Glaubensverkündigung in Wort und Tat. So stand er am 18. Mai 1935, als die Caritas-Sammlung verboten wurde, selbst mit der Sammelbüchse vor der St. Michaelskirche und protestierte bei den zustándigen Stellen. Im April 1937 erfolgte einRede- und Predigtverbot, am 5. Juni die Verhaftung, nachdem er mit Billigung der Ordensoberen weiter gepredigt hatte. Dies führte zur Entrüstung unter Münchens Katholiken. Am 4. Juli 1937 stieg Michael Kardinal Faulhaber auf die Kanzel von St. Michael, um in der Predigt »Flammenzeichen rauchen« beim Hauptkonvent der Mánnerkongregation die Verdienste des Bekenners Mayer zu würdigen und gegen die Verhaftung des Mánnerapostels zu protestieren. Nach einem Prozess im Juli 1937 vor dem Sondergericht München wurde P. Rupert Mayer verurteilt, jedoch freigelassen.Aufgrund weiterer Predigttátigkeit wurde er am 5. Januar 1938 verhaftet und in Landsberg am Lech inhaftiert. Durch eine Amnestie kam er am 3. Mai 1938 frei. Obwohl er sich auf Weisung seines Provinzials und des Kardinals nun dem Predigtverbot fügte, kam es am 3. November 1939 zu einer dritten Verhaftung, weil er sich weigerte, Auskunft über seine Seelsorgegespráche zu geben. Nachdem sich sein Gesundheitszustand im KZ Sachsenhausen deutlich verschlechterte, stimmten die Machthaber, die aus ihm keinen Mártyrer machen wollten, einer Isolation des Paters im August 1940 in Ettal zu, wo er bis Kriegsende lebte. Er fühlte sich als sei er »lebend ein Toter«. Im Mai 1945 kehrte Rupert Mayer nach München zurück, wo sich der unermüdlich Scheinende für den geistigen und materiellen Wiederaufbau Münchens einsetzte. Diese aufopfernde Tátigkeit hat ihn geschwácht. AnAllerheiligen 1945 erlitt P. RupertMayer wáhrend seiner Predigt einen Schlaganfall und verstarb wenig spáter. Seine letzten Worte »der Herr«bezeichneten die Mitte seinesLebens.

Oración

Alle unsere Anmutungen und Vorsátze,
alle unsere Schwierigkeiten und Versuchungen,
alle unsere Kámpfe und Leiden,
alle unsere Sorgen und Ángste
legen wir mit unermesslichem,
unerschütterlichem Gottvertrauen nieder
in das Herz unseres Erlösers.
Wenn Gott mit uns ist,
wer ist dann qegen uns?

P. Rupert Mayer

misalcatolico.com


Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2016 / Katholisches Messbuch von November 2016

Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:10Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:10Z