Katholisches Messbuch des Tages: Freitag, November 18 2016

Freitag der 33. Woche im Jahreskreis

Freitag der 33. Woche im Jahreskreis

1. Lesung

Buch der Offenbarung

10,8-11.

]Ich, Johannes, hörte noch einmal die Stimme aus dem Himmel; sie sprach zu mir: Geh, nimm das Buch, das der Engel, der auf dem Meer und auf dem Land steht, geöffnet in der Hand hált!
]Und ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das kleine Buch zu geben. Er sagte zu mir: Nimm und iss es! In deinem Magen wird es bitter sein, in deinem Mund aber süß wie Honig.
]Da nahm ich das kleine Buch aus der Hand des Engels und aß es. In meinem Mund war es süß wie Honig. Als ich es aber gegessen hatte, wurde mein Magen bitter.
]Und sie sagten zu mir: Du musst noch einmal weissagen über viele Völker und Nationen mit ihren Sprachen und Königen.

Psalm

Psalmen

119(118),14.24.72.103.111.131.

R/ Kv: Herr, wie köstlich ist deine Verheißung!

]Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als großer Besitz.
]Deine Zeugnisse sind mein Ergötzen, sie sind meine Berater.
]Gut ist für mich die Weisung deines Mundes, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
]Wie süß ist dein Spruch meinem Gaumen, meinem Mund ist er süßer als Honig.
]Deine Zeugnisse sind auf ewig mein Erbland, denn sie sind das Entzücken meines Herzens.
]Meinen Mund tat ich auf und lechzte, nach deinen Geboten habe ich Verlangen.

Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk

19,45-48.

]In jener Zeit ging Jesus in den Tempel und begann, die Hándler hinauszutreiben.
]Er sagte zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Ráuberhöhle gemacht.
]Er lehrte táglich im Tempel. Die Hohepriester, die Schriftgelehrten und die Ersten im Volk aber suchten ihn umzubringen.
]Sie wussten jedoch nicht, was sie machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm, um ihn zu hören.


Hl. Odo()

Hl. OdoAbt in Cluny* um 880 bei Le Mans oder in Aquitanien in Frankreich 18. November 942 in Tours in FrankreichOdo stammte aus einer gráflichen Familie. Sein Vater Abbo hatte ihn Martin von Tours geweiht, am Hof Wilhelms von Aquitanien erhielt Odo eine ritterliche Erziehung. Er trat mit 19 Jahren in Tours in den Benediktinerorden ein; nach Studien in Tours und Paris wurde er Kanoniker an St-Martin in Tours. Die Zerstörung von Tours durch die Normannen 903 und seine Enttáuschung über das verweltlichte Leben der Kleriker bewogen ihn nach seiner Priesterweihe zum Eintritt ins Kloster Baume - das heutige Baume-les-Messieurs - , wo Berno Abt war. Als Leiter der Klosterschule bestimmte ihn Berno zu seinem Nachfolger, aber wegen des Widerstandes von Bernos Verwandtem Wido musste er 924 in das von Berno gegründete Kloster Cluny ausweichen. Hier wurde er - gleichzeitig auch in den Klöstern in Massay und Déols - nach Bernos Tod 927 der zweite Abt.931 erwirkte Odo von Papst Johannes XI. für Cluny das Privileg, Mönche anderer Klöster aufnehmen, und andere Klöster ganz übernehmen zu können; damit wurde er zum eigentlichen Begründer des Reformklosters Cluny. In Anlehnung an Benedikt von Aniane entwickelte er das Reformmönchtum fort und gewann damit Achtung und Freundschaft der Großen seiner Zeit. Odo erhielt zahlreiche Reformauftráge; ihm wurden Klöster zur Leitung übertragen, ohne dass damit eine Zuordnung zu Cluny folgte, so in Fleury - dem heutigen St-Benoît-sur-Loire -, Aurillac, St-Julien in Tours oder S. Paolo in Rom. Andere Klöster wurden Cluny unterstellt, darunter Romainmôtier, St-Fortunat in Charlieu, Sauxillanges und Souvigny. Reformen erfolgten in den Klöstern Ambierle, Sarlat - dem heutigen Sarlat-la-Canéda -, Tulle, St-Martial in Limoges, St-Marcellin in Chanteuges, St-Pons-de-Thomières und St-Pierre-le-Vif in Sens sowie in Rom in den Abteien S. Maria auf dem Aventin - heute die Kirche S. Maria del Priorato und S. Andrea sul Celio - heute die Kirche S. Gregorio al Celio; im übrigen Italien waren es die Abteien San Pietro in Ciel d'Oro in Pavia, S. Elia in Nepi, auf dem Montecassino und in Farfa. Hierzu unternahm Odo auf Bitten der Pápste drei Reisen nach Rom, auch um im Konflikt mit König Hugo von Italien zu vermitteln.Odo war Freund der Könige, Vertrauter der Bischöfe und geschátzt von den Großen. Er war von höchster Gelehrsamkeit, seine Sprache war kraftvoll und sehr anschaulich; sein Umgang mit Menschen geprágt von Freundlichkeit und Sympathie. Sein Ziel war die Reinheit des mönchischen Ideals, vor allem und ganz besonders dem der Armut; im Mönchtum sah er die Fortsetzung des Lebens der Urkirche; damit wollte er die Kirche aus den Wirren und Verfehlungen jener Zeit herausführen. In der von ihm verfassten Lebensgeschichte des Gerald von Aurillac zeichnete er am Beispiel des heiliggesprochenen Grafen das Ideal eines Adels, der in der Welt bleiben und dort dem Klosterleben dienen sollte. Seine besondere Liebe galt der Musik, er komponierte und verfasste musiktheoretische Schriften.Odos Biographie verfasste sein Schüler Johannes von Salerno bald nach seinem Tod. Seine Reliquien liegen heute in L'Isle-Jourdain bei Toulouse.


Sel. Karolina Kózka()

Sel. Karolina KózkaJungfrau, Mártyrerin* 2. August 1898 in Wał-Ruda bei Tarnów in Polen 18. November 1914 daselbstKarolina Kózka (Kózkówna) wurde als viertes von elf Kindern einer armen, aber frommen Bauernfamilie geboren. Weil man oft Gesánge und Gebete aus ihrem kleinen Holzhaus hörte, nannten Freunde, Nachbarn und Verwandte es Kościółek, Kirchlein. 1912 beendete sie nach sechs Jahren die Volksschule und half nun ihrem Onkel Franciszek Borzecki, der einen großen Einfluss auf ihr geistiges Leben hatte, in der Bibliothek und im Kulturzentrum.Als am Beginn des 1. Weltkrieges ein Soldat der zaristischen Armee Russlands das Haus der Familie Kozkowna überfiel, trieb er Karolina und ihren Vater in den Wald, ließ dann aber den Vater laufen. Karolina flüchtete weiter in den Wald hinein, der Soldat rannte ihr hinterher; sie verlor bei der Verfolgung ihre Jacke und ihre Schuhe. Als der Russe das Mádchen eingeholt hatte, wollte er ihr das Kopftuch - das Zeichen für Keuschheit und Jungfráulichkeit - herunterreißen, doch sie wehrte sich. Er verletzte Karolina mit seinem Sábel am Arm, Karolina stürzte zu Boden; der Soldat ließ von ihr ab, sie verblutete im Wald. Ihre Leiche fand man erst zwei Wochen spáter und - außer der Verletzung - unversehrt im Wald liegen. Die Menschen erkannten, dass Karolina starb, weil sie ihre Jungfráulichkeit nicht verlieren wollte, und verehrten sie als heilig. An der Beerdigung nahmen viele Menschen teil.Karolina Kózka gilt als die polnische Maria Goretti und als Symbolgestalt der Reinheit für Jugendliche.


Hl. Theofred()

Hl. TheofredAbt in Monastier-St-Chaffre, Mártyrer* in Orange (?) in Frankreich 732 (?) oder 752 (?) in Monastier-St-Chaffre, dem heutigen Le Monastier-sur-Gazeille bei Le-Puy-en-Velay in FrankreichTheofred war nach der Überlieferung in seinem Kloster Abt des nun nach ihm benannten Monastier-St-Chaffre - dem heutigen Le Monastier-sur-Gazeille. Er starb entweder bei einem Einfall der Sarazenen oder durch einheimische heidnische Gegner.Theofreds Verehrung verbreitete sich in Südfrankreich. Im Piemont wurde die Begründung seiner Verehrung vergessen und er wurde zu einem Mártyrer der Thebáischen Legion mit Namen Chiaffrede, Teofredo oder Eufredo.

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Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2016 / Katholisches Messbuch von November 2016

Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:10Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:10Z