Katholisches Messbuch des Tages: Sonntag, Mai 8 2016
7. Sonntag in der Osterzeit
7. Sonntag in der Osterzeit
1. LesungApostelgeschichte
7,55-60.]In jenen Tagen blickte Stephanus, erfüllt vom Heiligen Geist, zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
]und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
]Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten einmütig auf ihn los,
]trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
]So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
]Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.
Psalmen
97(96),1.2.6.7.9.12.]Der HERR ist König. Es juble die Erde!
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
]Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,
Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Thrones.
]Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
]Alle, die Bildern dienen, werden zuschanden, die sich der Götzen rühmen. Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.
]Denn du, HERR, bist der Höchste über der ganzen Erde,
hoch erhaben bist du über alle Götter.
]Freut euch am HERRN, ihr Gerechten,
dankt seinem heiligen Namen!
Buch der Offenbarung
22,12-14.16-17.20.]Siehe, ich komme bald und mit mir bringe ich den Lohn und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht.
]Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
]Selig, die ihre Gewánder waschen: Sie haben Anteil am Baum des Lebens und sie werden durch die Tore in die Stadt eintreten können.
]Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt als Zeugen für das, was die Gemeinden betrifft. Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids, der strahlende Morgenstern.
]Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: Komm! Wer durstig ist, der komme! Wer will, empfange unentgeltlich das Wasser des Lebens!
]Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. – Amen. Komm, Herr Jesus!
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh
17,20-26.]In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.
]Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
]Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, wie wir eins sind,
]ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast.
]Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt.
]Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
]Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.
Friedrich von Hirsau()
Friedrich von Hirsau erster Abt im Reformkloster Hirsau* in Schwaben 8. Mai (?) 1071 (?) auf dem Aberinesberg bei Heidelberg in Baden-Württemberg Friedrich, Sohn eines Adelsgeschlechts, wurde Mönch in Einsiedeln. 1065 kam er mit einigen Brüdern von dort nach Hirsau, um das Kloster zu übernehmen; Friedrich wurde Abt, musste aber nach Verleumdiungen 1069 das Amt niederlegen. Abt Ulrich von Lorsch richtete ihm auf dem Aberinesberg, dem heutigen Heiligenberg bei Handschuhsheim - heute ein Stadtteil von Heidelberg - eine Einsiedelei ein, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Sel. Clara Fey()
Sel. Clara FeyOrdensgründerin* 11. April 1815 in Aachen in Nordrhein-Westfalen 8. Mai 1894 in Simpelveld in den NiederlandenClara Fey war das vierte von fünf Kindern ihrer wohlhabenden und kirchlich sehr engagierten Eltern. In deren Haus trafen sich Kleriker und Laien, um dieschwierigen Situation - beginnende Industrialisierung und Wirtschaftskrise - entsprechend dem Evangelium zu deuten und Kráfte dagegen zu mobilisieren. Davon beenflusst gründete Clara 1837, mit erst 22 Jahren, zusammen mit Freundinnenin Aachen eine Schule fürarme Mádchen. 1844 errichtete sie mit ihrem eigenen Vermögen ein Waisenhaus, und im selben Jahr gründete sie mit drei Gefáhrtinnen die Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesu, die sich vor allem der Bildung armer und benachteiligter Mádchen widmen sollte. Ihr Wahlspruch lautet: Manete in me - Bleibt in mir (Joh 15, 4). Es geht in diesem Text um das Frucht-Bringen: Wer nicht in Jesus bleibt wie die Reben am Weinstock, kann keine Frucht bringen. Und fruchtbringend war in der Tat diese Kongregation und ist es bis heute. 1848 erfolgte die Anerkennung der Gemeinschaft durch den Erzbischof von Köln, Clara Fey leitete sie als Generaloberin. Bereits 1872 kümmerten sich 670 Schwestern um ca. 12000 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Einrichtungen. Im Zuge des Kulturkampfes wurden die Schwestern aus Preußen ausgewiesen, dochClara gab nicht auf.Sie verlegtedas Mutterhaus über die Grenze nach Simpelveld in den Niederlanden. Erst 1887 konnte die Kongregation nach Deutschland zurückkehren. Clara blieb aber in Simpelveld undstarbdort 1894. Am 1.9.2012 wurden Claras sterbliche Überreste nach Aachen überführt.Clara Fey wurde am 5. Mai 2018 im Dom zu Aachen seliggesprochen. Ihre Gebeine ruhen nun in der dortigenKind-Jesu-Kapelle.
Sel. Ulrika Nisch()
Sel. Ulrika NischDienstmádchen , Nonne* 18. September 1882 in Oberdorf, Gemeinde Mittelbiberach in Baden-Württemberg 8. Mai 1913 in Hegne bei Konstanz in Baden-WürttembergUlrika Nisch, ihr Taufname war Franziska, wurde als uneheliches Kind geboren, erst ein Jahr spáter heirateten die Eltern. In großer Armut aufgewachsen, in den ersten Jahren von der Großmutter, spáter von der Tante erzogen, litt sie unter ihrem hartherzigen Vater, spáter unter ihrem Onkel, dem sie in dessen Gescháft helfen und schwer arbeiten musste. Schon mit 12 Jahren musste sie die Schule verlassen. Trotzdem wird sie als lebensfrohes Kind beschrieben, dessen Frömmigkeit auffiel. Sooft sie konnte, ging sie zum Gebet in die Kapelle Maria Schnee in Unterstadion.Ab 1901 arbeitete sie als Hausmádchen in Rorschach in der Schweiz. Nach einer Erkrankung 1904 und der Erfahrung der guten Pflege durch Kreuzschwestern konnte sie, obwohl sie keine Mitgift als Eintrittsgeld mitbringen konnte, 1904 in Hegne ins Provinzhaus der Kreuzschwestern eintreten. In verschiedenen Háusern dieser Gemeinschaft war sie dann in der Küche tátig. Immer öfter wurden ihr Visionen von Engeln und Heiligen zuteil. Diese hörten 1912 auf, statt dessen wurden Zweifel und Anfechtungen immer deutlicher, hinzu kam die todbringende Krankheit Tuberkulose. Ulrika kehrte nach Hegne zurück, wo sie mit 31 Jahren starb. Ihr Leben verbrachte sie in großer Demut und Hingabe, immer schöpfte sie Kraft aus dem Gebet. Nach ihrem Tod begannen die Menschen an ihrem Grab zu beten, bald ereigneten sich wunderbare Gebetserhörungen.1987 wurde sie durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2016 / Katholisches Messbuch von Mai 2016
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:10Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:10Z