Katholisches Messbuch des Tages: Sonntag, Mai 29 2016
9. Sonntag im Jahreskreis
9. Sonntag im Jahreskreis
1. LesungErstes Buch der Könige
8,41-43.]Auch Fremde, die nicht zu deinem Volk Israel gehören, werden wegen deines Namens aus fernen Lándern kommen;
]denn sie werden von deinem großen Namen, deiner starken Hand und deinem hoch erhobenen Arm hören. Sie werden kommen und in diesem Haus beten.
]Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft! Dann werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen. Sie werden dich fürchten, wie dein Volk Israel dich fürchtet, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe.
Psalmen
117(116),1.2.R/ Kv: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet allen das Evangelium!
]Lobet den HERRN, alle Völker, rühmt ihn, alle Nationen!
]Denn máchtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des HERRN wáhrt in Ewigkeit.
Brief des Apostels Paulus an die Galater
1,1-2.6-10.]Paulus, zum Apostel berufen, nicht von Menschen oder durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und durch Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat,
]und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien:
]Schwestern und Brüder! Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.
]Es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfálschen wollen.
]Jedoch, auch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als das, das wir verkündet haben – er sei verflucht.
]Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündet im Widerspruch zu dem, das ihr angenommen habt – er sei verflucht.
]Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wáre ich kein Knecht Christi.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk
7,1-10.]In jener Zeit, als Jesus alle seine Worte dem Volk zu Gehör gebracht hatte, ging er nach Kafarnaum.
]Ein Hauptmann hatte einen Diener, den er sehr schátzte, der war krank und lag im Sterben.
]Als der Hauptmann aber von Jesus hörte, schickte er jüdische Álteste zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten.
]Sie gingen zu Jesus und baten ihn instándig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst;
]denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut.
]Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach einkehrst.
]Deshalb habe ich mich selbst auch nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen. Aber sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.
]Denn auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selbst Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
]Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden.
]Und als jene, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.
Hl. Maximin()
Hl. MaximinBischof von Trier* Ende des 3. Jahrhunderts in Silly bei Poitiers in Frankreich 346 (?) in Poitiers in FrankreichMaximin wurde wohl 329 Nachfolger des Agritius auf dem Bischofsstuhl von Trier, nachdem sein Bruder Bischof von Poitiers geworden war. Er bekámpfte den Arianismus und war ein Freund des hl. Athanasius, dem er von 335 bis 337 das Exil in Trier ermöglichte. In seiner Zeit gewann das Christentum in der Kaiserstadt Trier die Oberhand; die Zerstörung des heidnischen Tempelbezirks fállt in diese Zeit.Die Bischöfe des Ostens, die dem Arianismus anhingen, erreichten auf der Scheinsynode von Philippopolis - dem heutigen Plovdiv in Bulgarien -, dass ein öffentliches Register der Sünden Maximins angefertigt wurde und dass er gebannt wurde. Bei einer daraufhin einberufenen Synode der Bischöfe des Westens in Sardica - dem heutigen Sofia - im Jahr 343 wurden nun die Ost-Bischöfe gebannt. Maximin reiste selbst nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - um zu vermitteln. Maximin starb, als er auf der Rückreise seine Verwandten in Poitiers besuchte; dort wurde er auch bestattet.Wie bei Korbinian fraß ein Bár nach der Legende auf einer Reise nach Rom sein Lasttier und musste daraufhin das Gepáck nach Rom und auf der Rückreise tragen, bis Maximin ihn nach der Rückkehr wieder verabschiedete.Maximins Nachfolger Paulinus überführte am 29. Mai 353 seine Gebeine in die Johanneskirche nach Trier. Seine Grabstátte wurde im 7. Jahrhundert zu einer als Wallfahrtsort berühmten Benediktinerabtei. Die Verehrung Maximins verbreitete sich im Elsass und in ganz Frankreich sowie in der Schweiz. Die frühere Johanneskirche in Trier erhielt seinen Namen. Sein Haupt wird heute in der Kirche in Trier-Pfalzel verehrt.
Hl. Ursula (Julia Maria) Gräfin Ledóchowska()
Hl. Ursula Gráfin LedochówskaNonne, Ordensgründerin* 17. April 1865 in Loosdorf in Österreich 29. Mai 1939 in RomJulia Maria war die Tochter des polnischen Grafen Antonius Halka Ledochówski und einer schweizerischen Mutter sowie die Schwester von Maria Theresia Ledóchowska (sel., 6.7.) und des heiligmáßigen Jesuitengenerals Wladimir Ledochówski (ein Seligsprechungsverfahren ist eingeleitet). 1885 starb Julias Vater; nachdem er den Wunsch Julia Marias, in einen Orden einzutreten, gebilligt hatte. Einfluss empfing sie von ihrer álteren Schwester Maria Theresia, der Gründerin der Petrus-Claver-Solidaritát für die afrikanischen Missionen (eine Vereinigung zum Kampf gegen die Sklaverei in Afrika) und von ihrem Onkel, dem Erzbischof von Krakau und spáteren Kardinal Mieczyslaw Halka Ledochówski.Julia wurde 1886 Nonne im Ursulinenorden und nahm den Ordensnamen Ursula an. 1904 bis 1907 war sie dort Oberin. 1906 errichtete sie ein Pensionat für Studentinnen. 1907 ging Ursula als Leiterin der Tochtergründung nach St. Petersburg; diese machte sich 1908 selbstándig und wurde Keimzelle der von ihr gegründeten Ursulinen vom Herzen Jesu in der Todesangst, der Grauen Ursulinen (so genannt wegen des grauen Habits), mit Aufgaben in der Fürsorge für Arme, Kranke, Alte und Kinder aus sozial schwachen Familien. Das Mutterhaus war in Pniewy.Mit Ausbruch des Krieges 1914 musste Ursula nach Schweden ins Exil gehen; sie gründete Schulen in Finnland, Schweden und Dánemark, gab einen Katechismus in finnischer Sprache heraus und bemühte sich um Verstándigung mit den lutherischen Kirchen. 1920 kehrte sie nach Polen zurück, gründete die Grauen Ursulinen auch formell als eigenstándige Kongregation und wurde deren erste Generaloberin. 1931 ging sie nach Rom, wo 1928 die Zentrale ihres Ordens eröffnet worden war, hielt viele Reden vor Staatsmánnern und setzte sich für die Unabhángigkeit Polens ein.Nach der Seligsprechung 1983 wurden Ursulas Reliquien ins Mutterhaus der Grauen Ursulinen in Posen überführt. Die Kongregation wurde 1930 pápstlich anerkannt. Heute wirken die Grauen Ursulinen in Polen, Italien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Weißrussland, in der Ukraine, in Kanada, Brasilien, Argentinien und in Tansania.Ursula Ledochówska wurde 2005 heiliggesprochen.
Hl. Erbin von Cornwall()
Hl. Erbin von CornwallKönig von Cornwall* um 410 um 480 in Cornwall in EnglandErbin war König von Cornwall.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2016 / Katholisches Messbuch von Mai 2016
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:10Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:10Z