Katholisches Messbuch des Tages: Montag, März 3 2025
Montag der 8. Woche im Jahreskreis
Buch Jesus Sirach
35,1-15.Wer das Gesetz hált, bringt viele Gaben dar,
ein Heilsopfer, wer die Gebote hált.
Wer Wohlwollen vergilt, der bringt feinstes Weizenmehl dar,
und wer ein Almosen gibt, spendet ein Lobopfer.
Abkehr vom Bösen findet das Gefallen des Herrn: Als Sühne gilt ihm die Abkehr vom Unrecht.
Erscheine nicht mit leeren Hánden vor dem Angesicht des Herrn,
denn dies alles geschieht um des Gebots willen!
Die Gabe eines Gerechten bereichert den Altar und ihr Wohlgeruch steigt auf zum Höchsten.
Das Opfer eines gerechten Mannes wird angenommen und die Erinnerung daran wird nicht vergessen.
Mit großzügigem Auge preise den Herrn und schmálere nicht die Erstlingsgabe deiner Hánde!
Bei jeder Gabe mache ein heiteres Gesicht und weihe den Zehnt mit Freude!
Gib dem Höchsten, wie er dir gegeben hat, und gib mit großzügigem Auge nach dem Ertrag der Hand!
Denn der Herr ist einer, der vergilt, und er wird dir siebenfach vergelten.
Bestich ihn nicht, denn er wird es nicht annehmen
und vertrau nicht auf ungerechte Opfer! Denn der Herr ist Richter und es gibt vor ihm kein Ansehen der Person.
Psalmen
50(49),5-6.7-8.14.23.„Versammelt mir all meine Frommen, die den Bund mit mir schließen beim Opfer!“
Da taten die Himmel seine Gerechtigkeit kund; weil Gott selbst der Richter ist.
„Höre, mein Volk, ich rede. Israel, ich bin gegen dich Zeuge, Gott, dein Gott bin ich.
Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich, deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Bring Gott ein Opfer des Dankes und erfülle dem Höchsten deine Gelübde!
Wer Opfer des Dankes bringt, ehrt mich;
wer den rechten Weg beachtet, den lasse ich das Heil Gottes schauen.“
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus
10,28-31.In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Ácker verlassen hat,
wird das Hundertfache dafür empfangen. Jetzt in dieser Zeit wird er Háuser und Brüder, Schwestern und Mütter, Kinder und Ácker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Viele Erste werden Letzte sein und die Letzten Erste.
Hl. Kunigunde()
Hl. KunigundeDeutsche Kaiserin, Nonne* um 980 in Luxemburg 3. Márz 1033 (oder 1039) in Kaufungen bei Kassel in HessenKunigunde war die Tochter des Grafen Siegfried von Lützelburg und wurde 999 die Frau von Kaiser Heinrich II. 1002 wurde sie mit diesem in Paderborn durch Erzbischof Willigis von Mainz zur deutschen Königin, 1014 in Rom durch Papst == Benedikt VIII. zur Kaiserin gekrönt. Sie nahm an den Regierungsgescháften ihres Mannes regen Anteil und führte das Regiment, wenn Heinrich abwesend war. Heinrich und Kunigunde blieben - vermutlich wegen einer Krankheit Heinrichs - kinderlos. Die Legende erzáhlt, wie sie eines Tages des Ehebruchs bezichtigt wurde, daraufhin anbot, sich einem Gottesurteil zu unterwerfen: vor einer großen Volksmenge ging sie barfuß über glühende Pflugscharen, blieb aber unverletzt. Das Volk verehrte sie noch mehr als zuvor, für die Verleumder bat sie ihren Mann, von einer Bestrafung abzusehen. Kunigunde widmete sich den Armen und Kranken, erbaute Siechenháuser und stand zusammen mit ihrem Mann durch reiche Schenkungen an der Wiege des Bistums Bamberg. Die Handwerker am Dom von Bamberg sollten ihren Lohn aus der Schale, die sie hielt, selbst entnehmen - keiner aber konnte mehr Pfennige ergreifen, als er nach seiner Leistung verdient hatte. Sie gründete vor 1017 das Benediktinerinnenkloster in Kaufungen, in das sie nach Heinrichs Tod 1024 selbst als einfache Nonne eintrat. Die ehemalige Kaiserin war aus Überzeugung bescheiden: sie wurde nie Ábtissin und akzeptierte selbst ihre Nichte, die sie großgezogen hatte, als Vorgesetzte - was sie allerdings nicht davon abhielt, sie einmal zu ohrfeigen, weil sie zu genusssüchtig und bequem zu werden drohte. Sie versuchte von Herzen, die Bergpredigt zu leben und die Menschen zu lieben. Als man sie auf dem Sterbebett als Kaiserin ankleiden wollte, lehnte sie dies harsch ab: das sei ihr alles fremd geworden, ihr einfaches Ordensgewand verbinde sie mit dem Himmel.
Hl. Innozenz von Berzo()
Hl. Innozenz von BerzoPriester, Ordensmann* 19. Márz 1844 in Niardo bei Brescia in Italien 3. Márz 1890 in Bergamo in ItalienGiovanni Scalvinoni war Sohn eines Bauern. Nach dem frühen Tod des Vaters wurde er von Kapuzinern erzogen, studierte Theologie in Brescia und wurde 1867 zum Priester geweiht. 1870 begann er seine Arbeit als Kaplan in Berzo Demo, danach trat er selbst dem Kapuzinerorden bei und erhielt den Ordensnamen Innozenz. Er wirkte aufopferungsvoll als Seelorger und war in der Bevölkerung sehr beliebt.
Hl. Liberatus()
Hl. Liberatus WeißPriester, Ordensmann, Missionar, Mártyrer* 4. Januar 1675 in Konnersreuth in der Oberpfalz 3. Márz 1716 in Abbo bei Gonder in ÁthiopienJohannes Laurentius Weiß wurde in der Klosterschule Waldsassen erzogen. Im Alter von 18 Jahren trat er in Graz in den Franziskanerorden ein und nahm den Ordnsnamen Liberatus an. 1698 zum Priester geweiht, wirkte er zunáchst als Seelsorger, ab 1703 bereitete er sich in Rom auf die Tátigkeit als Missionar in Áthiopien vor. Die sehr alte, aber monophysitische áthiopische Kirche gilt der katholischen Kirche als háretisch. 1704 brach Liberatus mit seinen Begleitern auf, aber auf dem Weg über Ágypten und den Sudan wurde er in Khartoum - Al Hartoum - vom König aufgehalten und ausgeraubt, acht seiner neun Begleiter starben ob der Strapazen. In Jerusalem wartete er dann auf eine neue Gelegenheit zur Mission in Áthiopien, 1711 folgte er der Anweisung aus Rom, 1712 traf er in Begleitung von Michael Pius Fasoli und Samuel Marzorato in Gonder - damals die Hauptstadt Áhiopiens - ein. Liberatus gewann das Vertrauen des neuen áthiopischen Königs. Zwar durfte er nicht predigen, aber er konnte lehren, reisen, reden und sogar ein kleines Hospital aufbauen. 1715 schien die Zeit reif, der áthiopischen Kirche die Wiedervereinigung mit der katholischen in Rom vorzuschlagen. Es kam aber im Volk zur Revolte gegen solches Vorhaben, Liberatus und seine Begleiter mussten in die Provinz Tigre flüchten, der König als ihr Förderer sogar abdanken. Sein Nachfolger stellte die Franziskaner vor Gericht, sie wurden zum Tod durch Steinigung verurteilt.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2025 / Katholisches Messbuch von März 2025
Veröffentlicht: 2026-07-08T17:59:58Z | Aktualisiert: 2026-07-08T17:59:58Z