Katholisches Messbuch des Tages: Donnerstag, Juni 8 2017

Donnerstag der 9. Woche im Jahreskreis

Donnerstag der 9. Woche im Jahreskreis

1. Lesung

Buch Tobit

6,10-11.7,1.9-17.8,4-9a.

]In jenen Tagen, als Tobias nach Medien gekommen war und sich schon Ekbatana náherte,
]sagte der Engel Rafaal zu dem Knaben: Bruder Tobias! Und er sagte ihm: Ja, ich höre. Und er sagte ihm: Wir müssen diese Nacht im Haus Raguals bleiben. Der Mann ist ein Verwandter von dir und hat eine Tochter mit dem Namen Sara.
]Als er nach Ekbatana kam, sagte Tobias dem Engel: Asarja, Bruder, führe mich geradewegs zu unserem Bruder Ragual! Da führte er ihn zu Raguals Haus und sie fanden ihn am Hoftor sitzend. Sie grüßten ihn zuerst und er antwortete ihnen: Seid vielmals gegrüßt, Brüder, tretet gut und wohlbehalten ein! Und er führte sie in sein Haus.
]Er schlachtete einen Widder von den Schafen und nahm sie herzlich auf. Und als sie sich gebadet und die Hánde gereinigt und sich zum Mahl niedergelassen hatten, sagte Tobias zu Rafaal: Asarja, mein Bruder, sprich bitte zu Ragual, dass er mir Sara, meine Schwester, gebe!
]Ragual aber hörte seine Bitte und sagte zum Knaben: Iss und trink und lass es dir gut gehen in dieser Nacht! Es gibt keinen Mann außer dir, dem es zusteht, Sara, meine Tochter, zur Frau zu nehmen, Bruder. Ebenso habe auch ich kein Recht, sie einem anderen Mann zu geben außer dir, denn du bist mein náchster Verwandter. Doch will ich dir ganz gewiss die Wahrheit sagen, mein Kind.
]Ich habe sie sieben Mánnern von unseren Brüdern zur Frau gegeben und sie sind alle in der Nacht gestorben, als sie zu ihr hineinkamen. Jetzt aber, Kind, iss und trink, der Herr wird es für euch richten! Da sagte Tobias: Ich will von jetzt an nichts essen und trinken, bis du meine Angelegenheit geordnet hast. Und Ragual sagte ihm: Das will ich tun. Sie sei dir nach dem Recht des Buches Mose zur Frau gegeben. Vom Himmel ist entschieden, dass sie dir gehört! Empfange deine Schwester! Von jetzt an sei du ihr Bruder und sie sei deine Schwester! Sie ist dir gegeben von heute an und bis in Ewigkeit! Und der Herr des Himmels geleite euch wohl in dieser Nacht, Kind. Er erweise euch Erbarmen und Frieden.
]Dann rief Ragual Sara, seine Tochter, und sie kam zu ihm. Er nahm ihre Hand, übergab sie ihm und sprach: Erwirb sie nach dem Gesetz und dem Recht, die im Buch des Mose stehen, wonach sie dir zur Frau zu geben ist. Nimm sie und führe sie wohlbehalten zu deinem Vater! Der Gott des Himmels geleite euch in Frieden!
]Dann rief er ihre Mutter und hieß sie, etwas zum Schreiben zu bringen, und er setzte die Heiratsurkunde auf und gab sie ihm zur Frau nach dem Rechtsspruch des Gesetzes Moses.
]Danach begannen sie zu essen und zu trinken.
]Ragual rief Edna, seine Frau, und bat sie: Schwester, richte die andere Kammer und führ sie dort hinein!
]Und sie ging, breitete das Lager in der Kammer aus, wie er sie gebeten hatte, führte ihre Tochter dort hinein und weinte über sie. Aber sie wischte sich die Tránen ab und sagte zu Sara:
]Sei guten Mutes, Tochter, der Herr des Himmels gebe dir Freude statt deiner Trauer! Nur Mut, Tochter! Dann ging sie hinaus.
]Die Eltern waren hinausgegangen und hatten die Tür der Kammer geschlossen. Da erhob sich Tobias vom Lager und sagte zu Sara: Schwester, steh auf, lass uns beten und unseren Herrn bitten, er möge Erbarmen und Rettung über uns walten lassen!
]Da stand sie auf und beide begannen zu beten und zu flehen, dass ihnen Rettung gewáhrt werde. Er begann: Gepriesen bist du, Gott unserer Váter, und gepriesen ist dein Name durch alle Zeiten des Menschengeschlechts. Der Himmel und deine ganze Schöpfung sollen dich preisen in alle Ewigkeiten!
]Du hast Adam geschaffen und schufst ihm eine Hilfe zur Stütze, Eva, seine Frau. Aus beiden stammt das Menschengeschlecht. Du sprachst: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, schaffen wir ihm eine Hilfe, ihm gleich!
]Und jetzt nehme ich diese meine Schwester nicht in Unzucht zur Frau, sondern in wahrer Liebe. Befiehl, dass wir beide Erbarmen finden und gemeinsam alt werden!
]Und sie sprachen miteinander: Amen, amen.
]Dann legten sie sich schlafen zur Nacht.

Psalm

Psalmen

128(127),1-2.3.4-5.

R/ Kv: So wird der Mann gesegnet, der den Herrn fürchtet und ehrt.

]Selig jeder, der den HERRN fürchtet, der auf seinen Wegen geht!
]Was deine Hánde erarbeitet haben, wirst du genießen; selig bist du – es wird dir gut ergehn.
]Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines Hauses. Wie Schösslinge von Ölbáumen sind deine Kinder rings um deinen Tisch herum.
]Siehe, so wird der Mann gesegnet, der den HERRN fürchtet.
]Es segne dich der HERR vom Zion her. Du sollst schauen das Glück Jerusalems alle Tage deines Lebens.

Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus

12,28b-34.

]In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
]Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
]Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft.
]Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Náchsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
]Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr und es gibt keinen anderen außer ihm
]und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Náchsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
]Jesus sah, dass er mit Verstándnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.


Sel. Maria Gräfin von Droste()

Sel. Maria Gráfin von DrosteOberin, Mystikerin* 8. September 1863 in Münster 8. Juni 1899 in Porto in PortugalMit 25 Jahren trat Maria mit dem Ordensnamen Maria vom göttlichen Herzen Jesu in den Orden der Schwestern vom Guten Hirten ein, 1894 wurde sie Oberin in Porto. Aufgrund einer Rückenkrankheit schon bald ans Bett gefesselt, erfüllte sie dennoch ihre Pflichten. Immer háufiger wurden ihr Visionen zuteil, so der Wunsch, die ganze Welt dem Herzen Jesu zu weihen; dies übermittelte sie Papst Leo XIII., der mit seiner Enzyklika Annum sacrum zum Heiligen Jahr 1900 dem Anliegen entsprach und das Hochfest Heiligstes Herz Jesu auf den 11. Juni 1899 festsetzte. Als Maria starb, begann in der an ihr Zimmer anstoßenden Kapelle - sie hatte ein kleines Fenster, durch das sie von ihrem Krankenlager zum Tabernakel sehen konnte - gerade die erste Vesper am Vorabend der dreitágigen Feierlichkeiten.


Hl. Medardus()

Hl. MedardusBischof von Noyon* um 475 in Salency bei Noyon in Frankreich um 560 in Noyon in FrankreichAls Sohn eines fránkischen Adligen geboren, wurde Medardus 505 Priester und 530 Bischof von Vermand. Er verlegte den Bischofssitz nach Noyon, wurde 532 auch Bischof von Tournai als Nachfolger von Eleutherius. und leitete von dort aus die Heidenmission unter den Flament. Von ihm empfing Radegundis von Thüringen die Weihe zur Nonne. Seine hingebungsvolle Liebe zu Armen und Notleidenden und seine Gabe, Wunder zu wirken - Niketius von Trier berichtet 563/565 darüber, Gregor von Tours kannt ein Buch über seine Wunder und war selbst Augenzeuge von Wundern - ließ ihn schon früh weite Verehrung finden.Die Legende erzáhlt, wie Medardus bei einer Wanderung übers Feld von einem Gewitter überrascht wurde und ein Adler kam, der ihn mit seinen Schwingen vor dem Nasswerden schützte.Die álteste Lebensgeschichte entstand um 600. Radegundis' Mann König Chlotar I. ließ in Soissons, dem Sitz der französischen Könige, eine Abtei errichten und darin die Gebeine Medardus' beisetzen. Von hier aus breitete sich seine Verehrung schnell erst in Flandern, dann auch in Köln und Umgebung aus. Als Patron und Kriegsheiliger wurde er auch von Sigibert I. und Theudebert II. betrachtet. In Frankreich tragen 70 Gemeinden und Pfarreien seinen Namen. Für Bauern war Medardus' Gedenktag ein Lostag zur Bestimmung des Wetters wáhrend der beginnenden Heuernte.


Hl. Chlodulf()

Hl. ChlodulfBischof von Metz 8. Juni um 697Chlodulf war der Sohn von Arnulf von Metz. Nach einer weltlichen Karriere wurde er um 657 als dritter Nachfolger seines Vaters Bischof von Metz, zur Ehre der Heiligkeit seines Vaters, wie Paulus der Diakon schrieb. Er sorgte für die reiche Ausstattung der Stephans-Kathedrale.

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Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2017 / Katholisches Messbuch von Juni 2017

Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:16Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:16Z