Katholisches Messbuch des Tages: Donnerstag, Juni 15 2017
Hochfest des Leibes und Blutes Christi - Fronleichnam
Hochfest des Leibes und Blutes Christi - Fronleichnam
1. LesungDeuteronomium
8,2-3.14b-16a.]Mose sprach zum Volk: Du sollst an den ganzen Weg denken, den der HERR, dein Gott, dich wáhrend der vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, um dich gefügig zu machen und dich zu prüfen. Er wollte erkennen, wie du dich entscheiden würdest: ob du seine Gebote bewahrst oder nicht.
]Durch Hunger hat er dich gefügig gemacht und hat dich dann mit dem Manna gespeist, das du nicht kanntest und das auch deine Váter nicht kannten. Er wollte dich erkennen lassen, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was der Mund des HERRN spricht.
]Nimm dich in Acht, dass dein Herz nicht hochmütig wird und du den Herrn, deinen Gott, nicht vergisst, der dich aus Ágypten, dem Sklavenhaus, geführt hat;
]der dich durch die große und Furcht erregende Wüste geführt hat, durch Feuernattern und Skorpione, durch ausgedörrtes Land, wo es kein Wasser gab; der für dich Wasser aus dem Felsen der Steilwand hervorsprudeln ließ;
]der dich in der Wüste mit dem Manna speiste, das deine Váter noch nicht kannten.
Psalmen
147,12-13.14-15.19-20.R/ Kv: Jerusalem, rühme den HERRN!
]Jerusalem, rühme den HERRN! Zion, lobe deinen Gott!
]Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, die Kinder in deiner Mitte gesegnet.
]Er verschafft deinen Grenzen Frieden, er sáttigt dich mit bestem Weizen.
]Er sendet seinen Spruch zur Erde, in Eile láuft sein Wort dahin.
]Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Gesetze und seine Entscheide.
]An keinem anderen Volk hat er so gehandelt, sie kennen sein Recht nicht.
Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther
10,16-17.]Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?
]E i n Brot ist es. Darum sind wir viele e i n Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh
6,51-58.]In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.
]Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
]Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
]Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
]Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank.
]Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
]Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
]Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Váter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
Hl. Vitus (Veit)()
Hl. Vitus (Veit)Mártyrer, Nothelfer* in Mazzara, dem heutigen Mazara del Vallo auf Sizilien in Italien um 304 in LukanienÜber sein Leben ist wenig Sicheres bekannt. Er stammte aus Sizilien und erlitt das Martyrium in der diokletianischen Verfolgung (um 304). Der Legende zufolge wurde er in einen Kessel mit siedendem Öl geworfen. Seine Verehrung ist seit Ende des 5. Jahrhunderts bezeugt. Die Reliquien wurden 836 nach dem Kloster Korvey an der Weser übertragen. Von dort verbreitete sich sein Kult im ganzen deutschen Sprachgebiet. Im 14. Jahrhundert kam ein Teil seiner Reliquien nach Prag, wo im 10. Jahrhundert zu seiner Ehre der Veitsdom erbaut worden war.
Hl. Gebhard von Salzburg()
Hl. GebhardErzbischof von Salzburg* um 1010 in Schwaben 15. Juni 1088 in Werfen in ÖsterreichGebhard aus adligem Geschlecht wurde 1055 Priester und 1058 Kanzler bei König Heinrich III. 1060 wurde er Erzbischof von Salzburg. Im Investiturstreit stellte er sich gegen den König auf die Seite des Papstes Gregor VII. und wurde deshalb zum pápstlichen Legaten in ganz Deutschland ernannt. 1074 gründete er die Benediktinerabtei Admont. 1077 wurde er vom König in die Verbannung verjagt, erst 1086 konnte er in seine Diözese zurückkehren.
Hl. Bernhard von Aosta()
Hl. Bernhard von AostaArchidiakon, Glaubensbote in den Alpen, Klostergründer* 1008 (?) im Schloss Menthon im heutigen Menthon-Saint-Bernard bei Annecy (?) in Frankreich 15. Juni 1081 (?) in Novara in ItalienBernhard entstammte der legendáren Überlieferung aus dem 15. Jahrhundert nach einer begüterten adligen Familie und studierte in Paris Philosophie und Jura. Dann aber folgte er nicht dem Vorschlag seines Vaters zu einer noblen Hochzeit; die Legende berichtet, dass er deshalb von seinem Vater in den Turm des elterlichen Schlosses eingesperrt, aber von Nikolaus durch ein Fenster befreit wurde.Bernhard war Archidiakon des Bischofs von Aosta - ob er je zum Priester geweiht wurde, ist fraglich. Er sah den anhaltenden Götzendienst der armen Leute in den Bergen und entschloss sich, ihren Glauben zu stárken. Seine Predigten bekehrten gemáß der Legende viele Menschen, er wirkte demnach mit beim Aufbau mehrerer Bistümer; auch in der Lombardei erreichte er viele Bekehrungen und vollbrachte Wunder.Den gefáhrlichen Alpenübergang des Mont-Joux zwischen dem Wallis und dem Aosta-Tal benutzten viele Reisende, v. a. auch viele Pilger; Bernhard gründete um 1050 zu ihrem Schutz das Kloster auf der Passhöhe, die heute nach ihm benannt ist. Damals lebten die Mönche nach der Regel des Kapitels von Aosta, heute wird es von Augustiner-Chorherren betrieben. Wenige Jahre spáter erbaute Bernhard wohl auch das Hospiz auf dem Kleinen St. Bernhard. Berühmt wurden die seit Mitte des 17. Jahrhunderts ebenfalls nach Bernhard benannten, auf die Rettung Verschütterter trainierten Hunde, die die Mönche als Helfer schon damals einsetzten und inzwischen zur eigenstándigen Hundeart weiterzüchteten.Im Frühjahr 1081 traf Bernhard in Pavia mit König Heinrich IV. zusammen, um ihn von seinem Plan abzubringen, wegen des Investiturstreites Papst Gregor VII. abzusetzen und an dessen Stelle den Gegenpapst Clemens III. zu inthronisieren. Auf der Rückreise von Pavia starb er in Novara; in der dortigen Kathedrale befindet sich sein Grab.Eine andere Überlieferung kennt Bernhards Leben fast 100 Jahre früher, verlegt seinen Geburtsort ins Aosta-Tal und seinen Tod in das Jahr 1008.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2017 / Katholisches Messbuch von Juni 2017
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:16Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:16Z