Katholisches Messbuch des Tages: Mittwoch, Januar 8 2025

Texte vom 8. Januar in der Weihnachtszeit

Erster Johannesbrief

4,7-10.

Geliebte, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.
Darin offenbarte sich die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Psalmen

72(71),1-2.3-4ab.7-8.

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, dem Königssohn gib dein gerechtes Walten.
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit und deine Elenden durch rechtes Urteil.
Dann tragen die Berge Frieden für das Volk und die Hügel Gerechtigkeit.
Er wird Recht verschaffen den Gebeugten im Volk,
Hilfe bringen den Kindern der Armen.
In seinen Tagen sprosse der Gerechte und Fülle des Friedens, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer, vom Strom bis an die Enden der Erde.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus

6,34-44.

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.
Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spát.
Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können!
Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen zu essen geben?
Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: Fünf Brote und außerdem zwei Fische.
Dann befahl er ihnen, sie sollten sich in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern.
Und sie ließen sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig nieder.
Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter allen verteilen.
Und alle aßen und wurden satt.
Und sie hoben Brocken auf, zwölf Körbe voll, und Reste von den Fischen.
Es waren fünftausend Mánner, die von den Broten gegessen hatten.


Hl. Severin von Noricum()

Hl. SeverinMönchMönch, Glaubensbote in Noricum * um 410 in Nordafrika (?) 482 in Favianis, dem heutigen Mautern bei Krems in Österreich* um 410 in Nordafrika (?) 482 in Favianis, dem heutigen Mautern bei Krems in ÖsterreichSeverin - möglicherweise der von Bischof Ennodius von Pavia erwáhnte, aus höchstenKreisen Italiens stammende Severinus, nach mancher Überlieferung ursprünglich aus Nordafrika stammend -ging nach dem Tode des Hunnenkönigs Attila 453 und dem Zusammenbruch seines Reiches ab etwa 460 in das von arianischen Rugiern bedrángte Gebiet von Noricum, um der dort noch ansássigen christlich-römischen Bevölkerung gegen die aus dem Osten und Norden andrángenden Germanenvölker zu helfen. Er wirkte der Donau entlang bis Künzing und die Salzach hinauf bis Kuchl.Rom hatte dieses Gebiet aufgegeben. Severin aber wirkte staatsmánnisch zum Wohl der Bevölkerung. Zudem rief er die Menschen in den Kirchen zu Buße, Gebet und Almosengeben zusammen. In einigen Fállen drángte er die Vertreter der römischen Administration zu militárischer Verteidigung, was aber nur máßig erfolgreich war; deshalb betrieb er die Rückführung der Römer aus der von Alemannen und Thüringern bedrángten Zone in das Gebiet um Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns in Österreich. Er wirkte, ohne weltliche oder kirchliche Ámter inne zu haben- berichtet wird von seiner Ablehnung des Bischofsamtes - , weswegen er mahnen und drángen, aber nichts erzwingen konnte. Dennoch war er in den Resten der kirchlichen Organisation mit Bischof Constantius, der in Lauriacum saß, die beherrschende Person.Severin selbst lebte als möglicherweise im Osten geschulter Einsiedler. Auch durch die Einrichtung von Klöstern hoffte er, dem Land und den Menschen Halt zu verleihen. So gründete er die Klöster Batavis/Boitrum in Passau und Favianis, das heutige Mautern bei Krems (oder Wien-Heiligenstadt?), denen er als Laie vorstand und wohl weitere Klöster in Noricum. Die spáter von Severins Gefáhrten Eugippius verfasste Regel geht aber wohl kaum auf Severin zurück, weil seine Ferne zu dem Konvent aufgrund seiner umfassenden öffentlichen Wirksamkeit die Funktion eines echten Abtes und Durchsetzug einer Regel nicht zuließen.Severin sah den Verlust von Noricum kommen und kündigte die Übersiedlung der christlich-römischen Bevölkerung in römische Provinzen an, Hunwulf führte dann im Auftrag seines Bruders, des germanischen Söldnerführer Odoaker, 488 (nach Severins Tod) Teile der Bevölkerung nach Italien. Auch Severins Konvent folgte diesem Zug auf das kaiserliche Privatgut Castrum Lucullanum bei Neapel und nahm die Gebeine Severins dorthin mit.Severins Leben ist beschrieben in der auch als Quelle für die Geschichte der Donaulánder bedeutsamen Vita Sancti Severini seines Begleiters Eugippius aus dem Jahr 511. Eugippius war Abt im Kloster des nach Castrum Lucullanum bei Neapel übergesiedelten Severinkonvents, wohin die Gebeine Severins beim Abzug der Römer aus Germanien überführt worden sind. Sie befinden sich heute in Fratta Maggiore bei Neapel.


Hl. Erhard()


Hl ErhardBischof von Regensburg um 715Erhard stammte vermutlich aus Narbonne in Südfrankreich, wirkte als Wandermönch im Elsass, gründete dort der Überlieferung nach sieben Kirchen und mehrere Klöster und soll die Herzogstochter Odilia (Hl., Gedenktag 13.12.)von ihrer Blindheit geheilt und sie getauft haben. Um 680/690 kam er als Missionsbischof an den Hof der Agilolfingerherzöge in Regensburg, wo er noch vor der eigentlichen Gründung des Bistums Regensburg durch Herzog Theodos II. als Bischof und Missionar wirkte. (Das Bistum wurde 739 durch Bonifatius kanonisiert.)Er starb 715 oder 717, seine Gebeine ruhen in der Niedermünsterkirche in Regensburg. 1052 wurde er durch Papst Leo IX. heiliggesprochen.


Hl. Gudula()


Hl. GudulaBüßerin* in Merchtem (?) bei Brüssel in Belgien 712 in Moorsel in BelgienGudula, eine adlige Jungfrau, stammte aus einer vornehmen Familie. Auch ihre Mutter Amalberga von Maubeuge (Gedenktag 10.7.) sowie ihre Geschwister Reineldis (oder Reinildis) von Saintes (Gedenktag 16.7.) und Emembertus, Bischof von Cambrai-Arras (Gedenktag 15.1.) werden als Heilge verehrt. Gudula wurde von Gertrud von Nivelles (hl., Gedenktag 17.3.) in deren Kloster in Nivelles als ihr Patenkind erzogen, baute sich dann eine Zelle und führte ein frommes, von Náchstenliebe geprágtes Leben. Die Legende berichtet: Als sie eines nachts zu einer weit entfernten Kirche aufbrach, um dort zu beten, versuchte der Teufel wiederholt, die Laterne der ihr vorangehenden Magd auszulöschen, doch entzündete sich diese stets wieder von selbst durch das andauernde Gebet der Heiligen.1047 kamen Gudulas Gebeine nach Brüssel in die damalige Michaelskirche, die seitdem nach ihr Ste. Gudule heißt. Gudula ist eine der Nationalheiligen Belgiens und Patronin der Stadt Brüssel.

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Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2025 / Katholisches Messbuch von Januar 2025

Veröffentlicht: 2026-07-08T17:59:52Z | Aktualisiert: 2026-07-08T17:59:52Z