Katholisches Messbuch des Tages: Freitag, Januar 6 2023
Epiphanie - Hochfest Erscheinung des Herrn - Dreikönig
Buch Jesaja
60,1-6.Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.
Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz.
Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter trágt man auf den Armen herbei.
Du wirst es sehen und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit. Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, die Schátze der Völker kommen zu dir.
Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.
Psalmen
72(71),1-2.7-8.10-11.12-13.Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil.
Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen
und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer,
vom Strom bis an die Enden der Erde.
Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke,
die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben.
Alle Könige müssen ihm huldigen,
alle Völker ihm dienen.
Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen.
Brief des Apostels Paulus an die Epheser
3,2-3a.5-6.Brüder! Ihr habt gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat.
Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis Christi mitgeteilt.
Den Menschen früherer Generationen war es nicht bekannt; jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden:
dass námlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt
2,1-12.Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judáa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem
und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.
Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.
Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judáa; denn so steht es bei dem Propheten:
Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Stádten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.
Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfáltig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.
Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.
Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schátze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.
Kaspar(Melchior, Balthasar)
Kaspar, Melchior, BalthasarDas Mattháusevangelium (Mt 2, 1-12) berichtet von Sterndeutern (griech. magoi), die aus dem Osten kamen und den neugeborenen König der Juden suchten. Nach einem Umweg über Jerusalem kamen sienach Betlehem."Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm.Dann holten sie ihre Schátze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe dar." (Mt 2, 9-11).An diese Textstellen schlossen sich schon früh Ausdeutungen an; die Zahl der Weisen war zunáchst noch nicht auf drei festgelegt; die Dreizahl erschloss man nachtráglich aus den drei Geschenken. Als Könige wurdensie erst viel spáter bezeichnet. Mit Namen wurden sieerstmals im 6. Jahrhundertbezeichnet, im 9. Jahrhundert etwa bekamen sie ihre heutigen Namen. Als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer sucht sie die Legenda Aurea zu erkláren. Zahlreiche Legenden und Kommentare erzáhlen das von Wundern erfüllte Leben der drei Weisen, ehe ihnen der Sternerschien, sie die Reise nach Jerusalem unternahmen, vor Herodes standen und, nach der Verehrung des Kindes und durch einen Engel im Traumgesicht gewarnt, einen anderen Rückweg in die Heimat einschlugen.Aus frühchristlichen Quellen stammt die Erzáhlung von ihrer Taufe durch den Apostel Thomas und von ihrer Bischofswürde, von einem gemeinsamen Weihnachtsfest im Jahr 54 und ihrem unmittelbar darauf folgenden Tod, vom Auffinden ihrer Gebeine und deren Überführung nach Konstantinopel durch Kaiserin Helena.Verschieden wurden im Schrifttum des Mittelalters die Namen und Geschenke gedeutet. Im Malerbuch vom Berg Athos ist die Folge Caspar, Melchior, Balthasar festgelegt. Die Geschenke sind in den Gesta Romanorum folgendermaßen gedeutet: Das Gold - traditionell von Melchior überbracht - bezeichnet den einem König gebührenden Weisheitsschatz, der Weihrauch - meist Balthasar zugeordnet - das ergebungsvolle Opfer und Gebet, die Myrrhe - das Geschenk des Caspar - die reinhaltende Kraft der Selbstbeherrschung. Doch verbreiteter ist die Ansicht, das Gold versinnbildliche die Königswürde Jesu, der Weihrauch seine Göttlichkeit, die Myrrhe sein bitteres Leiden und den Tod. Im 12. Jahrhundert kam die Unterscheidung von drei Lebensaltern auf: demnach war Balthasar ein Greis, Melchior ein Mann mittleren Alters, Caspar ein Jüngling. Die drei Könige wurden auch als Vertreter der damals bekannten drei Weltteile angesehen, wobei Balthasar meist Asien, Melchior Europa und Caspar als Schwarzer Afrika vertritt. Teilweise wurden sie auch zurückgeführt auf die drei Söhne Noachs.Die Reliquien der drei Weisen aus dem Morgenland wurden der Legende nach von Helena im heiligen Land gefunden und nach Konstantinopel - dem heutigen Istanbul - gebracht; Ende des 4. Jahrhunderts habe der Kaiser von Byzanz sie nach Mailand verschenkt; nach der Unterwerfung Mailands brachte Rainald von Dassel, der Kanzler von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, sie 1164 nach Köln, wo seither das Fest dieser Übertragung gefeiert wird.Ruhen also in dem bekannten kostbaren Schrein im Kölner Dom die Gebeine dieser drei Könige bzw. Weisen? Das ist eher unwahrscheinlich. Welche Absicht auch immer Rainald von Dassel verfolgte(nachgángiger Interpretation war es eine politische, um das Kaisertum gegenüber dem Papsttum zu stárken): Generationen von Gláubigen und Pilgern haben seither im Dom zu Köln gebetet, und ihre Gebete sind angekommen, denn es gab sie ja wirklich, diese Weisen, dieals erste aus den Heiden gekommen waren, um anzubeten, und letztlichsind alle Gebete - durch die Heiligen - an Gott gerichtet.Es spielt also keine Rolle, welche Knochen in diesem Schrein liegen. Wir beten niemals zu Knochen und Reliquien, sondern immer zu den im Himmel Vollendeten.Wegen ihrer Reise zum neugeborenen Jesuskind wurden die drei Weisen zu Patronen der Reisenden und Pilger, besonders auch als Patrone für die letzte Reise, den Tod. Die Namen vieler Gaststátten haben hier ihre Wurzel: Stern, Drei Kronen, Mohr u.a.Schon aus der Zeit um 378 sind Wechselgesánge zwischen Maria und den Magiern bezeugt. Dreikönigsspiele waren bis in die Neuzeit beliebt. Noch heute weit verbreitet ist in der katholischen Kirche, besonders in Deutschland,der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die um eine Gabe bitten und das Haus segnen, wobei die jeweilige Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben werden. Das Sternsingen wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt und war bald schon sehr verbreitet. Zunáchst wurde ein Kreuz auf die Türen gemalt, daraus entwickelten sich der Haussegen C + M + B, Christus Mansionem Benedicat, Christus segne das Haus, welcher das Böse abhalten soll.1958 wollte man in der katholischen Kirche in Deutschland den Missionsgedanken fördern und beschloss, den Brauch desSternsingens, der besonders in Dörfern vielfach dazu diente, dass (arme) Kinder sich von wohlhabenderen NachbarnLebensmittelgaben erbaten,in den Dienst der Mission zu stellen;die KindersammelnGeld für ihre benachteiligten Altersgenossen in armen Lándern, freuen sich aber auch, wenn man ihnen neben der Spende für die Mission einige Süßigkeiten zusteckt.
Sel. Erminold()
Sel. ErminoldAbt in Prüfening, Mártyrer* 1035 (?) 1121 in Prüfening bei Regensburg in BayernErminold, vermutlich aus schwábischem Rittergeschlecht, war Benediktinermönch in Hirsau, dem berühmten Kloster der Reformen von Hirsau, dessen Blütezeit unter Abt Wilhelm entscheidend auf ihn wirkte. Nachdem er für das Kloster Lorsch beauftragt worden war, Reformen durchzuführen, damit aber gescheitert war und zurückkehren musste, wurde er 1114 vom Bamberger Bischof Otto zum ersten Abt des Klosters Prüfening bei Regensburg berufen. Dort führte er zwar die Reform von Hirsau erfolgreich durch, so dass Prüfening das Zentrum der Hirauer Klosterreform in Bayern wurde, doch erregte seine übermáßige Strenge den erbitterten Widerstand einiger Mönche, von denen einer ihn derart auf den Kopf schlug, dass er am Tag darauf starb.Unter Erminold wurde die Klosterkirche von Prüfening erbaut und 1119 durch die Bischöfe von Bamberg und Regensburg geweiht. In dieser Kirche ist Erminold auch bestattet, sei Hochgrab ist so eindrucksvoll, dass der unbekannte Bildhauer als "Erminodmeister" bezechnet wird.
Hl. Johannes (Juan) de Ribera()
Hl. Johannes de RiberaErzbischof von Valencia * 20. Márz 1533 (?) in Sevilla in Spanien 1611 in Valencia in SpanienJuan de Ribera, Sohn des Herzogs von Alcalá und spáteren Vizekönigs von Neapel, verlor früh seine Mutter. Er studierte in Salamanca, wurde 1557 zum Priester geweiht und 1562 Bischof von Badajoz. Seine ganze Kraft widmete er dem Kampf gegen den Protestantismus, der sich in dieser Zeit stark ausbreitete, und der Förderung des katholischen Glaubens.1568 wurde erErzbischof von Valencia. Dort wandte er sich gegen die sogenannten Morisken, katholisch gewordene Moslems, die aber insgeheim noch an ihrem Glauben festhielten, und suchte auch da den katholischen Glauben zu stárken. Er absolvierte weit über 2000 Visitationen in seiner Diözese und hielt mehrere Synoden ab, um die Beschlüsse des Konzils von Trient durchzusetzen und so reformatorische Bestrebungen zu unterbinden. 1586 gründete er ein Priesterseminar. Im Jahr 1602 wurde er auch Vizekönig von Valencia und konnte so die politschen Maßnahmen gegen die Morisken beeinflussen. Er wirkte auch durch seine zahlreichen Bücher. Papst Pius V. nannte ihn "ein Licht für ganz Spanien".
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2023 / Katholisches Messbuch von Januar 2023
Veröffentlicht: 2026-07-08T17:59:17Z | Aktualisiert: 2026-07-08T17:59:17Z