Katholisches Messbuch des Tages: Mittwoch, Januar 16 2019
Mittwoch der 1. Woche im Jahreskreis
Mittwoch der 1. Woche im Jahreskreis
1. LesungBrief des Apostel Paulus an die Hebräer
2,11-12.13c-18.]Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle aus Einem; darum schámt er sich nicht, sie Brüder zu nennen
]und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen.
]und ferner: Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat.
]Da nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise daran Anteil genommen, um durch den Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, námlich den Teufel,
]und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
]Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
]Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hohepriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen.
]Denn da er gelitten hat und selbst in Versuchung geführt wurde, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.
Psalmen
105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.R/ Kv: Die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
]Dankt dem HERRN! Ruft seinen Namen aus! Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
]Singt ihm und spielt ihm, sinnt nach über all seine Wunder!
]Rühmt euch seines heiligen Namens! Die den HERRN suchen, sollen sich von Herzen freuen.
]Fragt nach dem HERRN und seiner Macht, sucht sein Angesicht allezeit!
]Ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, ihr Kinder Jakobs, die er erwáhlt hat.
]Er, der HERR, ist unser Gott. Auf der ganzen Erde gelten seine Entscheide.
]Auf ewig gedachte er seines Bundes, des Wortes, das er gebot für tausend Geschlechter,
]des Bundes, den er mit Abraham geschlossen, seines Eides, den er Isaak geschworen hat.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus
1,29-39.]In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
]Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
]und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
]Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
]Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
]und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dámonen aus. Und er verbot den Dámonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
]In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
]Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
]und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
]Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen.
]Und er zog durch ganz Galiláa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dámonen aus.
Hl. Josef Vaz()
Hl. Josef VazMissionar* 21. April 1651 in Benaulim (Goa, Indien) 16. Januar 1711 in Kandy in Ceylon (Sri Lanka)Josef Vaz war das dritte von sechs Kindern der gláubigen Katholiken Christovao Vaz und seiner Ehefrau Maria de Miranda. Wáhrend seiner Schulzeit lernte er bereits Portugiesisch und Latein und warvon Mitschülern und Lehrern geschátzt. Vielleicht ging seine Priesterberufungauf diese Zeit zurück.Eine Hochschulausbildung in der Sadt Goa (heute Velha Goa) schloss sich an, wo er nach dendamals üblichen klassischen Vorstudien Theologie studierte. 1675 wurde er zum Diakon, 1676 zum Priester der Erzdiözese Goa geweiht. Von da an ging er barfuß wie die Armen. 1677 weihte er sich der Gottesmutter und bezeihnete sich fortan als "Sklave der Jungfrau Maria". Er wurde ein gesuchter Beichtvater und Prediger und gründete eine Lateinschule für künftige Seminaristen.1681 wurde er, stattals Missionar nach Ceylon gehen zu dürfen, wie er sich gewünscht hatte - die calvinistischen hollándischen Eroberer hatten alle katholischen Priester vertrieben und unterdrückten die Katholiken -nach Kanara gesandt; dort sollte er die Jurisdiktionsansprüche des Bistums gegen die des Vatikans durchsetzen. Stattdessen mühte sich Joseph Vaz, der entsetzt war über die Spaltung,mit Demut unddiplomatischen Geschick um Ausgleich zwischen den tief zerstrittenen Parteien. Er sah auch deutlich, dass dieser Zustand der Kirche den Missionserfolg bei den Hindus torpedieren musste. Joseph Vaz missionierte in einem weiten Gebiet, gründete neue Kirchengemeinden und Schulen, und wegen des Priestermangels lehrte er die Gemeinden, sich regelmáßig zum Gebet zu treffen und sich gegenseitig im Glauben zu stárken. Um die Armen zu unterstützen, verdingte er sich auch als Knecht. Bald stand er im Ruf der Heiligkeit, auch Wunder wurden ihm nachgesagt. Als Hindus ihn entführten, um ihn zu töten, flammte da, wo er zum Gebet niedergekniet war, ein Licht auf, und Wasser sprudelte aus der Erde hervor, sodass seine Entführer entsetzt flohen. Die Quelle existiert noch, undzu der Kirche dort, in Mudipu, kommen bis heute jáhrlich Tausende von Pilgern. Nach drei Jahren Tátigkeit nach Goa zurückgerufen, drángte es ihn zum Ordensleben.Mit anderen gründete er eine Gemeinschaft nach den Regeln des Oratoriums des hl. Philipp Neri, das erste einheimische Kloster. (Die Gemeinschaft wurde 1706 von Papst Clemens XI. anerkannt.)1686 konnte Joseph Vaz endlich nach Ceylon aufbrechen. Als Bettler und Tagelöhnerverkleidet, suchte und fand er Untergrundkatholiken. Die treuen und mutigen Gláubigen versteckten ihn, sodass er, meist nachts, seine priesterliche Tátigkeit entfalten konnte. Oft musste er sein Versteck wechseln; doch schließlich wurde die calvinistische Obrigkeitauf ihn aufmerksam. Es gelang aber, ihn ins unabhángige buddhistische KönigreichKandy zu bringen.Dort wurde er zunáchst als vermeintlicher portugiesischer Spion ins Gefángnis geworfen, spáter zu Hausarrest begnadigt. Nun begann er, offen vor seiner Hütte zu beten und bald auch die hl. Messe zu feiern. Nach und nach kamen immer mehr Katholiken zu ihm, um mit ihm zu beten und die Sakramene zu empfangen; sie waren glücklich, dass nach Jahrzehnten wieder ein Priester unter ihnenlebte. Seine volle Freiheit, so ist überliefert, bekam er durch ein Wunder: Als wáhrend einer Dürre die buddhistischen Mönche vergeblich um Regen beteten, wandte sichKönig Villhadharma Surya anJoseph. Dieser errichtete einen Altar auf dem Hauptplatz vor dem Palast und begann zu beten. Im selben Augenblickfiel der Regen, nur Joseph und sein Altar blieben trocken.Nun konnte er im ganzen Land missionieren, zuerst nur im Königreich, spáter auch im hollándischen Gebiet. Dabei führte er ein bescheidenes Leben, schlief auf dünnen Matten und ging nach wie vor barfuß. 1697 brach eine Pockenepidemie aus. Joseph Vaz kümmerte sich hingebungsvoll um die oft verlassenen Kranken und organisierte Hygienemaßnahmen, sodass die Krankheit eingedámmt wurde. Unterstützt wurde er von seinem Neffen, der im selben Jahr mit zwei weiteren Mitgliedern seines Oratoriums auf Ceylon eingetroffenwar.Als er zum apostolischen Vikar von ganz Ceylonernannt wurde, lehnte er ab; er wollte einfacher Missionar bleiben. Bei seinem Tod hinterließ er reiche Zeugnisse seinesunermüdlichen missionarischen Wirkens: ein Gebetbuch und einen Katechismus in denbeiden Landessprachen Tamil und Singalesisch (die Sprachen hatte er sich wohl wáhrend seiner Gefangenschaft angeeignet), vier große Kirchen und über 200 Kapellen wurden in seiner Zeit gebaut, und die Zahl der Katholiken war auf über 70 000 angewachsen.Schon im 17. Jahrhundert wurde einSeligsprechungsprozess angestrengt, aber wegen der instabilen Verbindung zwischenCeylon und Rom wurde er nicht weiter verfolgt. Erst Papst Johannes Paul II. sprach Joseph Vaz am 21. Januar1995 selig, von Papst Franziskus wurde er am 14.Januar 2015 heiliggesprochen.
Hl. Honorat()
Hl. HonoratKlostergründer, Abt in Lérins, Bischof von Arles* 2. Hálfte des 4. Jahrhunderts in Toul (?) in Frankreich um 429 in Arles in FrankreichKlostergründer, Abt in Lérins, Bischof von Arles * 2. Hálfte des 4. Jahrhunderts in Toul (?) in Frankreich um 429 in Arles in FrankreichHonoratus stammte aus einer in Gallien lebenden Familie, die römische Konsule gestellt hatte. Er wurde Christ, ließ sich taufen, suchte ein Leben in Askese zu führen und begab sich deshalb auf eine Studienreise in den Orient. Um 400 wurde er von Bischof Leontius von Fréjus zum Priester geweiht, führte ein Eremitenleben in den Bergen bei Fréjus und gründete dann um 410 auf einer der Lérins-Inseln ein Kloster mit Regeln nach den Vorbildern aus Ágypten und Syrien. Das Kloster wurde zu einem geistlichen Zentrum, seiner Schule entstammte u.a. Patrick, der Glaubensbote Irlands. Nach der Ermordung von Bischof Patroclus 426 wurde Honoratus Bischof von Arles. Auf dem Sterbebett bestimmte er seinen Verwandten Hilarius zum Nachfolger.1381 wurden Honoratus' Reliquien auf seine Insel gebracht und die Insel nach ihm - St. Honorat - benannt.
Hl. Marzellus()
Hl. MarzellusBischof von Rom* in Rom 309 daselbstMarcellus I. lebte in der Zeit heftiger Kámpfe der römischen Kaiser gegen die Kirche, die erst 313 mit der Konstantinischen Wende ihr Ende fanden. Der 308 - nach anderer Auffassung schon 304 - gewáhlte römische Bischof ordnete die kirchliche Verwaltung. Er wurde - wohl im Jahr 308 - von vom Glauben abgefallenen Christen, die er heftig bekámpfte, verraten und durch Kaiser Maxentius verbannt. Legenden erzáhlen, dass er aus der Stadt verwiesen und zur Bewachung von Stállen des Kaisers eingesetzt worden sei. Ob das Grab eines Martyrers Marcelllus in der Priscilla-Katakombe sein Grab ist, ist ungewiss. Seine Gebeine werden heute unter dem Altar in der Kirche San Marcello al Corso verehrt.In Beckingen bei Merzig im Saarland gibt es die Überlieferung, Marcellus sei hier in den früheren römischen Stállen tátig gewesen; die Marzelluskapelle, das Wahrzeichen des Ortes, bezeichne diese Stelle. Die heutige Kapelle wurde 1634 erbaut, eine Glocke von 1388 und ein Weihwasserkessel aus dem 12. Jahrhundert sowie weitere antike Relikte aus dem Vorgángerbau werden heute in der Pfarrkirche von Beckingen aufbewahrt.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2019 / Katholisches Messbuch von Januar 2019
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:34Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:34Z