Katholisches Messbuch des Tages: Mittwoch, Januar 15 2025
Mittwoch der 1. Woche im Jahreskreis
Brief des Apostel Paulus an die Hebräer
2,11-12.13c-18.Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle aus Einem; darum schámt er sich nicht, sie Brüder zu nennen
und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen;
und ferner: Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat.
Da nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise daran Anteil genommen, um durch den Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, námlich den Teufel,
und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hohepriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen.
Denn da er gelitten hat und selbst in Versuchung geführt wurde, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.
Psalmen
105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.Dankt dem HERRN! Ruft seinen Namen aus!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens!
Die den HERRN suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem HERRN und seiner Macht,
sucht sein Angesicht allezeit!
Ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwáhlt hat.
Er, der HERR, ist unser Gott.
Auf der ganzen Erde gelten seine Entscheide.
Auf ewig gedachte er seines Bundes,
des Wortes, das er gebot für tausend Geschlechter,
des Bundes, den er mit Abraham geschlossen,
seines Eides, den er Isaak geschworen hat.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus
1,29-39.In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dámonen aus. Und er verbot den Dámonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen.
Und er zog durch ganz Galiláa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dámonen aus.
Hl. .Arnold Janssen()
Hl. Arnold JanssenOrdensgründer* 5. November 1837 in Goch am Niederrhein, drei Kilometer östlich der niederlándischen Grenze 15. Januar 1909 in Steyl in den NiederlandenArnold Janssen war zweites von elf Kindern tiefgláubiger Eltern. Vater Gerhard war Bauer auf meist gepachtetem Land und Fuhrmann; er achtete streng darauf, dass seine Kindern christliche lebten. Arnold wollte Priester werden. Nach dem Abitur am bischöflichen Gymnasium auf der Gaesdonck mit knapp 18 Jahren studierte er in Münster, Bonn und dann noch einmal Münster, zunáchst vor allem Mathematik und Naturwissenschaften, zuletzt in Münster auch Theologie, so dass er die Lehrerlaubnis für alle Gymnasialfácher erlangte. 1861 wurde er alt genug, die Priesterweihe zu empfangen. Er wurde Gymansiallehrer an einer katholischen Schule in Bocholt und half daneben in der Pfarrseelsorge. In den Ferien reiste er durch Deutschland und deutsch-sprechende Gebiete und warb für das Gebetsapostolat: beten in den Anliegen der Kirche.Arnold erkannte die Bedeutung der Presse und sah, dass sich die deutsche Kirche kaum am damaligen missionarischen Aufbruch beteiligte. In der Erkenntnis, mehr für die Kirche tun zu sollen, gab er 1873 die Lehrstelle auf und widmete sich der Herausgabe einer volkstümlichen katholischen Zeitschrift, die den Glauben der Leser stárken und ihr Interesse für die Mission wecken sollte. Im Januar 1874 erschien die erste Nummer, die er "Kleiner Herz-Jesu-Bote" nannte. In seiner Zeitschrift rief er auch dazu auf, nach dem Vorbild anderer Lánder auch ein deutsches Missionsseminar zu gründen. Der neuernannte Apostolische Práfekt (Bischof) von Hongkong, Raimondi, drángte ihn, selbst ein solches Seminar in Angriff zu nehmen. Nach langem Nachdenken und Beten, ging er auf den Vorschlag ein. Wegen des Kulturkampfs war es aussichtslos, mit einem solchen Seminar in Deutschland zu beginnen. Am Maashafen im kleinen Dorf Steyl, kurz hinter der deutsch-niederlándischen Grenze, fand Arnold ein bankrottes Wirtshaus. 1875 wurde es als Missionshaus eröffnet.Der Anfang war armselig. Die Zeitschrift machte das Missionshaus bekannt und brachte Geld und interessierte junge Mánner - und Frauen. Bald konnte mit einem Neubau begonnen werden, der dann Jahr für Jahr erweitert wurde.1878 konnten die ersten beiden Missionare nach China ausgesandt werden, der Bayer Johann Baptist Anzer und der Südtiroler Josef Freinademetz. Eine zweite Zeitschrift fand noch weitere Verbreitung, "Die heilige Stadt Gottes" (spáter "Stadt Gottes", jetzt "Leben jetzt"), spáter kam noch der "Michaelskalender" hinzu. Die weitere Verbreitung brachte noch mehr junge Mánner, die sich zur Missionsarbeit berufen fühlten, und Finanzen, so dass Arnold an die Errichtung neuer Háuser denken konnten. In Rom war schon ein Studienkolleg entstanden. Ein weiteres Seminar entstand in der Náhe von Wien, St. Gabriel in Maria Enzersdorf. Das erste Missionhaus in Deutschland wurde 1892 im schlesischen Neiße eröffnet, heute Nysa, Polen. Weitere Háuser waren St. Rupert in Bischofshofen, Salzburger Land, und St. Wendel im Saarland. Das Missionshaus St. Michael weitete sich zur deutschen Missionskongregation "Gesellschaft des Göttlichen Wortes" (" Societas Verbi Divini"), zu der auch Laien gehören, die Missionsbrüder, die einen wesentlichen Anteil am Aufbau der Steyler Missionare in den Heimatlándern wie in den Missionen hatten und haben.Einige Frauen warteten schon, als Arnold 1889 endlich eine Missionskongregation für Frauen eröffnete, die "Dienerinnen des Heiligen Geistes" ("Steyler Missionsschwestern"). Da Arnold Janssen die große Bedeutung des Gebetes für die Ausbreitung des Glaubens bewusst war, folgte 1896 noch eine dritte Kongregation, die "Dienerinnen des Heiligen Geistes von der ewigen Anbetung" (auch "Steyler Klausurschwestern" oder nach der Farbe ihrer Tracht "Rosa-Schwestern" genannt).Das erste und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts größte Missionsgebiet der Steyler war China. Aber schon bald waren weitere Arbeitsgebiete gefolgt: Argentinien, Ecuador, Brasilien, Chile, USA (wo Steyler Missionare unter vielen Anfeindungen mit der Arbeit unter der afro-amerikanischen Bevölkerung begannen), dann die deutschen Kolonialgebiete Togo und Neuguinea. Spáter kamen noch Japan und die Philippinen hinzu. Und das alles noch unter der Leitung von Arnold Janssen.Als Arnold Janssen am 15. Januar 1909 die Augen schloss, konnte er auf eine reiche Frucht seiner Arbeit und der Arbeit seiner Missionare und Missionsschwestern schauen. Gott hatte sein Werk gesegnet.Am 19. Oktober 1975 wurde Arnold Janssen selig gesprochen, am 5. Oktober 2003 heilig gesprochen.Heute ist die Gesellschaft des Göttlichen Wortes eine internationale Missionskongregation; Steyler Missionare arbeiten in mehr als 50 Lándern. Áhnlich die Steyler Missionsschwestern, und auch die kleiner Kongregation der Steyler Klausurschwestern hat sich in verschiedene Lánder ausgebreitet.
Hl. Maurus von Subiaco()
Hl. MaurusAbt in Subiaco * um 510 in Rom (?) um 580 in Gallien (?)Maurus war der Sohn des adligen römischen Senators Equitius (nach anderen: Eutichius), der seinen Sohn schon als Kind zur Erziehungdem hl. Benedikt anvertraute.Er wurdeBenedikts Lieblingsschüler. Wahrscheinlich wurde er Benedikts Nachfolger im Kloster von Subiaco, als dieser auf den Montecassino übersiedelte. Er errettete der Überlieferungnach, von Benekikt geschickt, seinen Mitbruder Placidusaus dem alten Stausee unterhalb des Klosters, indem er über das Wasser ging. Er soll zudem das außergewöhnliche Charisma der Krankenheilung gehabt haben.Maurus zeichnete sein frommer Lebenswandel, der vollkommene Gehorsam und tiefe Demut aus. Ob Maurus tatsáchlich die Abtei Glanfeuil in Frankreich gegründet hat, wie man aufgrund eines dortigen Fundes von Reliquien eines Maurus annahm, ist nicht gesichert.Es gibt einen Krankensegen, in dem der hl. Maurus zusammen mit dem hl. Benedikt genannt ist, ein Zeichen der engen VerbindungMaurus` mit dem hl.Benedikt. Der Segen wird mit einer Kreuzpartikel vollzogen und lautet: "Durch die Anrufung der allzeit jungfráulichen Gottesmutter Maria und durch die Fürsprache der Heiligen Benedikt und Maurus möge dich die Macht Gottes des Vaters, die Weisheit des Sohnes und die Kraft des Heiligen Geistes von dieser Krankheit befreien."
Hl. Johannes der Kalybit()
Hl. Johannes der KalybitMönch* um 420 um 460Johannes trat um 440 ins Kloster Irenaion in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - ein, das spáter Akoimetenkloster genannt wurde und am östlichen Ufer des Bosporus in Gomon in Bithynien - dem heutigen Anadolufeneri - lag oder von ihm dorthin verlegt wurde. Als Armer verkleidet kam er spáter wieder zu seinem Elternhaus - wie einst Alexios - und blieb dort unerkannt in einer Hütte - griechisch Kalybe, daher der Name Kalybit - wohnen. Kurz vor seinem Tode soll er sich zu erkennen gegeben haben durch die Rückgabe eines Evangeliars, das er einst von seinen Eltern erhalten hatte.Reliquien von Johannes kamen auch nach Rom in die Kirche S. Giovanni Calibita auf der Tiberinsel. Sein angebliches Evangeliar wird auf dem Athos verehrt.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2025 / Katholisches Messbuch von Januar 2025
Veröffentlicht: 2026-07-08T17:59:52Z | Aktualisiert: 2026-07-08T17:59:52Z