Katholisches Messbuch des Tages: Mittwoch, Januar 11 2023
Mittwoch der 1. Woche im Jahreskreis
Brief an die Hebräer
2,11-12.13c-18.Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab; darum scheut er sich nicht, sie Brüder zu nennen
und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen.
Seht, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat.
Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen, um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, námlich den Teufel,
und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen.
Denn da er selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.
Psalmen
105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!
Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwáhlt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.
Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus
1,29-39.In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie,
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt,
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dámonen aus. Und er verbot den Dámonen zu reden; denn sie wussten, wer er war.
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.
Und er zog durch ganz Galiláa, predigte in den Synagogen und trieb die Dámonen aus.
Hl. Paulinus()
Hl. PaulinusPatriarch von Aquileia* vor 750 in Aquileia in Italien 802 daselbstPaulinus war ein berühmter Theologe, Dichter und Gelehrter. Kaiser Karl der Große holte ihn an seinen Hof nach Aachen, wo sich eine Freundschaft mit Alkuin und anderen bedeutenden Gelehrten entwickelte. Die Hofschule Karls des Großen war damals ein wichtiges kulturelles und auch relgiöses Zentrum, mithilfe dieser Einrichtung führte Karl sein Programm zur Förderung der geistigen und geistlichen Bildung in seinem Reich durch; so entstand die sogenannte Karolingische Renaissance. Paulinus hatte einen nicht unerheblichen Anteil daran.787 ernannte Karl der Große Paulinus zum Patriarchen von Aquileia, wo er sich Verdienste erwarb in der Bekámpfung des Adoptianismus, der Lehre, dass Jesus Christus nicht wesenhaft Gott sei, sondern ein von Gott adoptierter Mensch. Er nahm 792 an der Synode von Regensburg und 794 an der Synode von Frankfurt teil, wo der Adoptianismus verurteilt wurde.Auch für dieChristianisierung der Avaren, einem mit den Hunnen verwandten Volk, setzte er sich ein.
Hl. Thomas von Cori()
Hl. Thomas von CoriPriester, Ordensman* im Juni 1655 in Cori in Italien 1729 in Civitella in ItalienThomas wurde als Franziskus AntoniusPlacidi geboren. Zunáchst war er als Schafhirt tátig, um seine zwei unversorgten Schwestern zuunterstützen. Nach deren Heirat trat er in Orvieto in den Franziskanerorden ein und erhielt den Ordensnamen Thomas. 1683 wurde er zum Priester geweiht, ab 1684 bis zu seinem Tod lebte er innerhalb des Klosters eine Art Eremitenleben, zunáchst im Kloster Civitella. 1703-1709 war er Guardian des Konvents von Palombara, spáter kehrte er wieder nach Civitella zurück.Thomas war ein beliebter und begeisternder Volksprediger, der die Herzen der Menschen Gott zuwenden konnte.
Hl. Lucius (Leukios) der Bekenner()
Hl. Lucius (Leukios) der BekennerBischof von Alexandria, erster Bischof von Brundisium* in Alexandria in Ágypten im 5. Jahrhundertin Brundisium, dem heutigen Brindisi in ItalienDie Züge der Lebensbeschreibung des hl. Lucius sind stark legendenhaft, der historische Kern ist schwer auszumachen. Nach der Legende ist er geboren als Eutropius, Sohn der Christen Eudykios und Euphrosynia. Die Mutter starb, als er elf Jahre alt war, sein Vater trat dann ins Kloster des Hermias ein und nahm seinen Sohn mit; Eutropios wurde im Kloster erzogen und zeigte großes Interesse an den heiligen Schriften. Als er 18 Jahre alt war, wáhlten ihn die Mönche einmütig zum Abt, obwohl er selbst noch keine Mönchsgelübde abgelegt hatte, aber Eutropios lehnte die Wahl ab; er hielt sich für unwürdig.Vater und Sohn gingen dann ins Kloster von Theodor. Eines Nachts hatte der Vater eine Vision von seinem nahen Tod und sah, dass sein Sohn Bischof werden und den christlichen Glauben in die Gegend von Brundisium - dem heutigen Brindisi - bringen werde; außerdem wurde ihm dessen neuer Name gesagt: Lucius, denn der Geist Gottes kam auf ihn herab. BischofHellios weihte Lucius am Tag der Entschlafung Mariá zum Archidiakon, außerdem wurde er nun gegen seinen Widerstand auf Drángen der Mönche Abt des Klosters. Lucius vollbrachte Wunder, so errettete er ein Dorf von einer tödlichen Schlange, woraufhin rund 3000 Menschen zum Glauben kamen und getauft wurden.Als Bischof Philipp von Alexandria als Mártyrer starb, wurde Lucius zu dessen Nachfolger gewáhlt. Der Eparch Saturninus sah, wie viele Heiden Lucius bekehrte, und beschloss, ihn zu töten. Einige Christen wollten ihren Bischof davor schützen und den Eparchen umbringen, aber Lucius verbot ihnen dies; er habe von Gott vielmehr den Auftrag erhalten, nach Brindisi zu gehen, um dort die Heiden zu bekehren.Lucius benannte einen Nachfolger als Bischof von Alexandria und bestieg mit den Diakonen Eusebios und Dionysios und fünf Gefáhrten ein Schiff, das nach Italien segelte. Wáhrend der Reise schlossen sich die Presbyter Leon und Sabinus an; nahe Brindisi traf Lucius den Tribun Armaleon und seine 67 Soldaten und bekehrte sie. In der Stadt fing er an, zu den Leuten über Jesus Christus zu predigen. Antiochus, der Práfekt von Brindisi, lud Lucius deshalb zum Verhör; wenn er aber den schon seit zwei Jahren ausgeblieben Regenbewirken könne, werde er verschont. Lucius versammelte seine Gefáhrten, der Regen kam, Antiochus und die ganze Stadt Brindisi mit 27.000 Menschen ließen sich daraufhin taufen.Zum Andenken an dieses Wunder wurde in Brindisi eine Kirche zu Ehren der Mutter Gottes errichtet und an der Stelle, wo die Menschen getauft wurden, eine zweite Kirche zu Ehren von Johannes dem Táufer. Bald darauf wurde Lucius krank; seinem Jünger Antiochus gebot er, eine Kirche an der Stelle zu bauen, wo das Schiff an Land gegangen war. Hierher wurden die Gebeine des Gestorbenen gebracht; viele Wunder haben sich an dieser Stelle ereignet.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2023 / Katholisches Messbuch von Januar 2023
Veröffentlicht: 2026-07-08T17:59:17Z | Aktualisiert: 2026-07-08T17:59:17Z