Katholisches Messbuch des Tages: Sonntag, Januar 10 2016

Fest Taufe des Herrn

Fest Taufe des Herrn

1. Lesung

Buch Jesaja

42,5a.1-4.6-7.

]So spricht Gott, der HERR:
]Siehe, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwáhlter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Nationen das Recht.
]Er schreit nicht und lármt nicht und lásst seine Stimme nicht auf der Gasse erschallen.
]Das geknickte Rohr zerbricht er nicht und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht.
]Er verglimmt nicht und wird nicht geknickt, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf seine Weisung warten die Inseln.
]Ich, der HERR, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich schaffe und mache dich zum Bund mit dem Volk, zum Licht der Nationen,
]um blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und die im Dunkel sitzen, aus der Haft.

Psalm

Psalmen

29(28),1-2.3a.3c.4.3b.9b.10.

R/ Der Herr schenkt seinem Volk den Frieden.

]Bringt dar dem HERRN, ihr Himmlischen,
bringt dar dem HERRN Ehre und Macht!
]Bringt dar dem HERRN die Ehre seines Namens,
werft euch nieder vor dem HERRN in heiliger Majestát!
]Die Stimme des HERRN über den Wassern:
]der HERR über gewaltigen Wassern.
]Die Stimme des HERRN voller Kraft,
die Stimme des HERRN voll Majestát.
]Der Gott der Ehre hat gedonnert.
]In seinem Palast ruft alles: Ehre!
]Der HERR thronte über der Flut,
der HERR thronte als König in Ewigkeit.

2. Lesung

Apostelgeschichte

10,34-38.

]In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht,
]sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.
]Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus: Dieser ist der Herr aller.
]Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiláa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:
]wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

Evangelium

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk

3,15-16.21-22.

]In jener Zeit war das Volk voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei.
]Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch mit Wasser. Es kommt aber einer, der stárker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
]Es geschah aber, dass sich zusammen mit dem ganzen Volk auch Jesus taufen ließ. Und wáhrend er betete, öffnete sich der Himmel
]und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.


Hl. Gregor von Nyssa()

Hl. Gregor von NyssaMetropolit von Sebaste * nach 330 in Cásarea, heute Kayseri in der Türkei 394 in Sebaste, heute Sivas in der Türkei (?)Gregor war der jüngere Brudervon Basilius dem Großen (hl., Ged. 2.1.), sein Vater war Basilius der Áltere, seine Mutter Emmelia, beide ebenfalls Heilige mit dem gemeinsamen Gedenktag 30. Mai. Heilige waren auch seine Geschwister Petrus von Sebaste (26.3.) und Makrina die Jüngere(9.7.), der Gregor viel für seinen geistlichen Werdegang verdankte(in einer seiner Theologischen Schriften stellt er sie in der Rolle der Lehrerin dar). Gregor wurde kirchlicher Lektor - damals ein bedeutendes Amt - entschied sich dann für den Beruf des Rhetors und heiratete zunáchst, trat aber dann, vermutlich nach dem Tod seiner Frau, in ein von Basilius gegründetes Kloster ein. 372 weihte ihn Basilius zum Bischof von Nyssa, dem heutigen Nevşehir. Wegen angeblicher Veruntreuung von Geldern seiner Diözese wurde er von arianischen Bichöfen angeklagt. Gregor vertrat die trinitarische Lehre , wie die Kirche heute noch; die Arianer leugneten die Gottheit Christi und waren deshalb seine erbitterten Gegner. Gregor musste einige Jahre in der Verbannung leben und konnte erst zurückkehren, als der arianisch gesinnte Kaiser Valens gestorben war.Nach dem Tod seines Bruders Basilius setzte er den Kampf gegen die Arianer fort und entwickeltedessen Trinitátslehre weiter. 380 wurde er zum Metropoliten von Sebaste ernannt, lehnte aber ab und empfahl statt dessen seinen Bruder Petrus für dieses Amt. Das Konzil von Konstantinopel von 381 wurde wesentlich durch Gregor geprágt. Die Trinitátslehre einschließlich der Lehre vom Heiligen Geist gelangte dort zu einem Abschluss.Zu Gregors bedeutenden Abhandlungen gehört die Schrift "Gegen Eunomius", in welcher er das Nicánische Glaubensbekenntnis verteidigt. Sein Hauptwerk, das Große Katechetische Gebet, betont die Richtigkeit der christlichen Lehre gegenüber Juden und Heiden. Bedeutende Werke sind auch seine Auslegungen verschiedener biblischer Bücher sowie des Vaterunser und der Seligpreisungen. Gregors umfassende Kenntnis sowohl der antiken Philosophie als auch der biblischen Schriften, verbunden mitaußerordentlichem sprachlichen Talent, befáhigten ihn zu tiefer Durchdringung theologischer Fragen und zubis heute gültigen Aussagen. Aber er gilt nicht nur als größter christlich-philosophischer Denker seiner Zeit, sondern auch als großer Mystiker.Gregors Begrábnisort ist unbekannt; im Ivironkloster auf dem Athos wird eine Reliquie gezeigt, angeblich sein Schádel.


Hl. Paulus von Theben()

Hl. Paulus von ThebenEinsiedler* um 228 in der Thebais, der Wüste bei Theben, heute Ruinen bei Al Uqsur in Oberágypten um 341 in der Ágyptischen WüstePaulus stammte aus einer sehr begüterten oberágyptischen Familie. In der Verfolgung unter Kaiser Decius wurde er von seinem Schwager, der sich sein Vermögen aneignen wollte, denunziert und zog sich in die Einsamkeit der thebáischen Wüste zurück. Er lebte dann angeblich 90 Jahre lang als Einsiedler in einer Felsenhöhle. Antonius, der erfahren hatte, dass es einen noch konsequenteren Einsiedler gábe, als er selbst zu sein glaubte, besuchte Paulus kurz vor dessen Tod. Wegweisend begegnete er einem "Hippokentauren", einem früchtetragenden "Satyros", zuletzt einem Wolf, wie die Legende erzáhlt.Paulus aber hatte seine Zelle verschlossen und ließ sich erst nach langen, beschwörenden Bitten bewegen, sie zu öffnen. Nun fielen sich die Greise freundschaftlich in die Arme, verharrten im Gesprách, und der Rabe, der sonst táglich ein Brot gebracht hatte, erschien mit zwei Broten. Noch auf der Heimkehr schaute Antonius den Tod des Paulus, kehrte zurück und fand den 113jáhrigen entschlafen. Wáhrend er überlegte, wie er ihn bestatten sollte, kamen zwei Löwen, scharrten die Grube, und Antonius legte den Toten hinein. Den ihm als Vermáchtnis zugedachten aus Palmstroh geflochtenen Rock des Paulus nahm er als hochverehrte Reliquie mit. Paulus gilt als "Vater des Einsiedlerlebens". 1381 kamen seine Reliquien nach Buda in Ungarn. Auf dem Berg Sinai wurde ein Kloster gegründet, das bis heute existiert und Paulus als Vorbild ansieht. In Europa erlangte die Einsiedlerbewegung im 13. Jahrhundert Bedeutung, heute lebt sie als "Orden des Heiligen Paulus des Ersten Einsiedlers", "(Ordo Sancti Pauli Primi Eremitæ".


Sel. Gregor X()

Sel. Gregor X.Papst* 1210 in Piacenza in Italien 1276 in Arezzo in ItalienGregor X., mit bürgerlichem Namen Tedaldo Visconti, arbeitete seit ca. 1236 für Kardinal Jacopo da Pacorara,studierte 1248 in Parisund wurde 1249 Archidiakon in Lüttich, von wo aus er Gesandtschaften nach England betreute. 1271 wurde er zum Papst gewáhlt, wáhrend er mit König Eduard I. von England auf einem Kreuzzug in Palástina war. Mit der Wahl dieses Kompromisskandidaten, die auf den Einfluss Bonaventuras zurückging, wurde eine zweieinhalbjáhrige Vakanz auf dem Heiligen Stuhl beendet. 1272 traf Gregor in Rom ein und musste zunáchst zum Priester geweiht werden, bevor er am 27. Márz zum Papst gekrönt wurde. Papst Gregor berief das Konzil von Lyon ein, auf dem er sich um einen neuen Kreuzzug bemühte, der aber nicht zustande kam. Mit der Wiedervereinigung mit der Griechisch-Orthodoxen Kirche hatte er zunáchst Erfolg, da Kaiser Michael VIII. von Byzanz daran gelegen war, doch nach dessen Tod brach die Union wieder auseinander. Wichtig war abereine andere Frucht des Konzils, das Dekret Ubi periculum, in demdas Konklave eingeführt und festgelegt wurde, dasses 10 Tage nach dem Tod eines Papstes beginnen müsse. So sollten für die Zukunft Sedisvakanzen vermieden werden. Er arbeitete auch für die Versöhnung der italienischen und der deutschen Fürsten jeweils untereinander und setzte sich für die Beendigung des Interregnums in Deutschland ein. Verschiedene Reformen, die Gregor auf den Weg bringen wollte, konnten wegen seines frühen Todes nicht durchgeführt werden.

misalcatolico.com


Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2016 / Katholisches Messbuch von Januar 2016

Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:07Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:07Z