Katholisches Messbuch des Tages: Freitag, Februar 8 2019
Freitag der 4. Woche im Jahreskreis
Freitag der 4. Woche im Jahreskreis
1. LesungBrief des Apostel Paulus an die Hebräer
13,1-8.]Schwestern und Brüder! Die Bruderliebe soll bleiben.
]Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt!
]Denkt an die Gefangenen, als wáret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!
]Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett bleibe unbefleckt; denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.
]Euer Lebenswandel sei frei von Habgier; seid zufrieden mit dem, was ihr habt; denn Gott selbst hat gesagt: Ich werde dich keineswegs aufgeben und niemals verlasse ich dich.
]So dürfen wir zuversichtlich sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich werde mich nicht fürchten. Was kann ein Mensch mir antun?
]Gedenkt eurer Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben! Betrachtet den Ertrag ihres Lebenswandels! Ahmt ihren Glauben nach!
]Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.
Psalmen
27(26),1.3.5.7-8.R/ Kv: Der HERR ist mein Licht und mein Heil.
]Der HERR ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist die Zuflucht meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen?
]Mag ein Heer mich belagern: Mein Herz wird nicht verzagen. Mag Krieg gegen mich toben: Ich bleibe dennoch voll Zuversicht.
]Denn er birgt mich in seiner Hütte am Tage des Unheils; er beschirmt mich im Versteck seines Zeltes, er hebt mich empor auf einen Felsen.
]Höre, HERR, meine Stimme, wenn ich rufe;
sei mir gnádig und gib mir Antwort!
]Mein Herz denkt an dich: „Suchet mein Angesicht!“ Dein Angesicht, HERR, will ich suchen.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus
6,14-29.]In jener Zeit hörte der König Herodes von Jesus; denn sein Name war bekannt geworden und man sagte: Johannes der Táufer ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kráfte in ihm.
]Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet, wie einer von den alten Propheten.
]Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden.
]Herodes hatte námlich Johannes festnehmen und ins Gefángnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte.
]Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zur Frau zu haben.
]Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte es aber nicht durchsetzen,
]denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Wenn er ihm zuhörte, geriet er in große Verlegenheit und doch hörte er ihm gern zu.
]Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiláa zu einem Festmahl ein.
]Da kam die Tochter der Herodias und tanzte und sie gefiel dem Herodes und seinen Gásten so sehr, dass der König zu dem Mádchen sagte: Verlange von mir, was du willst; ich werde es dir geben.
]Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hálfte meines Reiches wáre.
]Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich verlangen? Herodias antwortete: Den Kopf Johannes des Táufers.
]Da lief das Mádchen zum König hinein und verlangte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf Johannes des Táufers bringen lásst.
]Da wurde der König sehr traurig, aber wegen der Eide und der Gáste wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen.
]Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefángnis zu gehen und den Kopf des Táufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes.
]Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mádchen und das Mádchen gab ihn seiner Mutter.
]Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.
Hl. Josefina Bakhita()
Hl. Josefina Margarete Bakhita (Bakhita)Nonne* um 1870 in der Provinz Darfur im Sudan 8. Februar 1947 in Schio bei Vicenza in ItalienJosephina Bakhita ist die einzige Heilige aus dem Sudan. Nach ihrer eigenen Lebensbeschreibung wurde sie 1869 im Distrikt Olgassa in der Darfurregion als Kind wohlhabender Eltern geboren. Bakitas Vater war der Bruder eines Stammesfürsten, er hatte sechs Kinder. Als neunjáhriges Mádchen fiel sie zusammen mit ihrer Freundin afrikanischen Sklavenjágern in die Hánde, die ihr zynisch den Namen „Bakhita“ (= Ich habe Glück gehabt) gaben und sie monatelang bei Wasser und Brot einsperrten. Sie wurde weiterverkauft, konnte aber mit ihrer Freundin fliehen.Bald geriet sie wiederum in die Gewalt eines Sklavenhándlers, der sie zunáchst im eigenen Haushalt behielt und schließlich an einen türkischen Offizier in El Obeid verkaufte. In dessen Haus wurde sie schwer misshandelt, vor einer Rückreise in die Türkei aber an den italienischen Vizekonsul im Sudan weiterverkauft. Dieser nahm sie per Schiff mit nach Italien und verschenkte sie in Genua an eine befreundete Familie, in der sie als Kindermádchen die kleine Tochter betreute.Mit diesem Kinde vorübergehend im Kloster der Canossianerinnen in Venedig untergebracht, lernte sie den christliche Glauben kennen und lieben. Als seine Besitzerin sie zurückforderte, stellte sich die Oberin des Klosters auf die Seite Bakhitas und behielt sie zur weiteren Vorbereitung auf die Taufe im Kloster. Der Fall des Sklavenmádchens Bakhita, das am 9. Januar 1890 vom Patriarchen von Venedig selbst auf den Namen Josephina Margherita getauft wurde, war in Venedig Stadtgesprách.Josefinas Wunsch, Ordensschwester zu werden, wurde wegen ihrer Hautfarbe abgelehnt. Aber der Kardinal und Patriarch setzte sich ein, so dass Josefina die Widerstánde gegen eine schwarze Ordensschwester schließlich überwunden wurden und Bakhita dem Orden der Canossianerinnen beitreten konnte.Die schwarze Ordensschwester wurde zur Sensation in der damaligen Kirche, das Schicksal des schwarzen Mádchens bewegte viele Menschen in Europa; lángere Zeit musste sie durch die Kirchen Italiens reisen, um vom Weg ihrer Befreiung Zeugnis zu geben, Kirchen und Versammlungssále waren überfüllt. Dieses Sich-zur-Schaustellen-Müssen war aber für Josefina eine Leidensgeschichte. Im Kloster verrichtete sie in der Küche, an der Pforte und in der Sakristei einfache Dienste. Sie galt als gütige und freundliche Ansprechpartnerin besonders der Armen und Leidenden und wurde bekannt und beliebt als die "Santa Madre Moretta" (kleine oder liebe schwarze heilige Mutter). Sie starb am 8. Februar 1947 in Schio bei Vicenza, Italien; tausende Menschen zogen am Totenbett der „Madre Moretta“ vorbei.Josephina Bakhita wurde 1992 von Papst Johannes Paul II. selig, 2000 heilig gesprochen.Papst Johannes Paul II.: „In der hl. Josefine Bakhita finden wir eine glánzende Anwáltin echter Emanzipation. Ihr Leben regt nicht zum passivem Akzeptieren an, sondern zu fester Entschlossenheit, effektiv dafür zu arbeiten, Mádchen und Frauen aus Unterdrückung und Gewalt zu befreien.“
Hl. Hieronymus Ämiliani()
Hl. Hieronymus ÁmilianiOrdensgründer* 1486 in Venedig in Italien 8. Februar 1537 in Somasca in ItalienHieronymus stammte aus einer venezianischen Patrizierfamilie. Nach einem abenteuerlichen Soldatenleben bekehrte er sich, wáhrend er als Kriegsgefangener in Ketten lag, und begann ein neues Leben. Er stellte sich ganz in den Dienst der Waisen, Armen und Kranken. 1532 gründete er eine Genossenschaft von Regularklerikern, die nach dem Mutterhaus in Somasca bei Bergamo „Somasker“ genannt wurden. 1537 steckte er sich bei der Pflege der Pestkranken an und starb am 8. Februar in Somasca. Er wurde 1767 heilig gesprochen.
Hl. Honoratus()
Hl. HonoratusBischof von Mailand 570 in ItalienHonoratus wurde 567 Bischof von Mailand. In den Auseinandersetzungen mit dem Arianismus und den herandrángenden Lombarden widerstand er, wurde aber ins Exil verschleppt und konnte nicht mehr in sein Amt zurückkehren.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2019 / Katholisches Messbuch von Februar 2019
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:34Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:34Z