Katholisches Messbuch des Tages: Samstag, Dezember 1 2018
Samstag der 34. Woche im Jahreskreis
Samstag der 34. Woche im Jahreskreis
1. LesungBuch der Offenbarung
22,1-7.]Der Engel des Herrn zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus.
]Zwischen der Straße der Stadt und dem Strom, hüben und drüben, steht ein Baum des Lebens. Zwölfmal trágt er Früchte, jeden Monat gibt er seine Frucht; und die Blátter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.
]Es wird nichts mehr geben, was der Fluch Gottes trifft. Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen und seine Knechte werden ihm dienen.
]Sie werden sein Angesicht schauen und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben.
]Es wird keine Nacht mehr geben und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.
]Und der Engel sagte zu mir: Diese Worte sind zuverlássig und wahr. Gott, der Herr über den Geist der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss.
]Siehe, ich komme bald. Selig, wer an den prophetischen Worten dieses Buches festhált!
Psalmen
95(94),1-2.4-5.6-7.R/ Kv: Marána tha. - Komm, Herr Jesus!
]Kommt, lasst uns jubeln dem HERRN, jauchzen dem Fels unsres Heiles!
]Lasst uns mit Dank seinem Angesicht nahen, ihm jauchzen mit Liedern!
]In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, sein sind die Gipfel der Berge.
]Sein ist das Meer, das er gemacht hat, das trockene Land, das seine Hánde gebildet.
]Kommt, wir wollen uns niederwerfen, uns vor ihm verneigen,
lasst uns niederknien vor dem HERRN, unserm Schöpfer!
]Denn er ist unser Gott, wir sind das Volk seiner Weide, die Herde, von seiner Hand geführt.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk
21,34-36.]In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht
]wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.
]Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!
Edmund Campion()
Campion wurde in London geboren. Er war Stipendiat am St John’s College in Oxford, wo er sich schnell durch seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen einen Namen machte. 1569 erhielt er die Ernennung zum Diakon der Kirche von England. Er legte zwar den Suprematseid ab, blieb aber in seinem Denken und Fühlen katholisch. 1570 ging er auf Einladung Richard Stanihursts nach Irland. Es ist unklar, ob er zu diesem Zeitpunkt bereits innerlich konvertiert war und sich dort sicherer fühlte, oder ob die Konversion erst in Irland stattfand. Mehrere Widersacher setzten ihm so sehr zu, dass er nach Flandern floh, wo er im Englischen Kolleg von Douai Theologie studierte. 1573 trat Edmund Campion in Rom dem Jesuitenorden bei. Das Noviziat absolvierte er in Brünn, anschließend wirkte er als Rhetoriklehrer an der Jesuitenschule in Prag, wo er im Jahre 1578 das Sakrament der Priesterweihe empfing. Kurze Zeit spáter erhielt er zusammen mit Robert Persons den Auftrag, in England eine Mission der Jesuiten aufzubauen. Trotz der großen Gefahr stellten sich die Mánner der Aufgabe. Sie reisten verkleidet nach England ein und wirkten dort ab 1580 im Untergrund. Edmund Campion wirkte schriftstellerisch für den katholischen Glauben und reiste durch weite Teile Englands, wobei er Besuche bei inhaftierten Katholiken machte und die Sakramente spendete. Durch seine Tátigkeit gewannen die verunsicherten und verfolgten Katholiken neuen Mut. Am 27. Juli 1581 wurde er verhaftet und im Tower von London inhaftiert. Vier Tage verbrachte er im Little Ease. Dann wurde ihm Schonung angeboten, falls er dem katholischen Glauben abschwöre, doch Campion blieb trotz schwerer Folter standhaft. Am 1. Dezember 1581 wurde er unter großer Anteilnahme der Bevölkerung unter Anwendung der für Hochverrat vorgesehenen verschárften Hinrichtungsmethoden exekutiert (Schleifung vom Gefángnis durch London zum Richtplatz, Entmannung, Ausdármen, Verbrennen der Eingeweide, sodann Enthauptung und Vierteilung).Edmund Campion wurde 1970 von Papst Paul VI. heiliggesprochen.wikipedia
Hl. Charles de Foucauld()
Hl. Charles de FoucauldPriester, Mönch, Missionar, * 15. September 1858 in Straßburg in Frankreich 1. Dezember 1916 in Tamanrasset in AlgerienCharles Eugène Vicomte de Foucauld wurde am 15. September 1858 in Straßburg als Sohn einer reichen französischen Adelsfamilie geboren. Seine fromme Mutter führte ihn früh mit einfachen Mitteln in den christlichen Glauben ein. Doch schon bevor er sechs Jahre alt wurde, verlor er in einem Jahr beide Eltern. Der Verlust verwundete ihn tief. Der gütige, aber schwache Großvater übernahmdie Erziehung des Jungen und seiner Schwester Marie. Zeitweise lebte er auch im Haus seiner Tante Inès Moitessier, wo sich seine acht Jahre áltere Kusine Marie seiner annahm. Die intelligente und tiefgláubige junge Frau, die táglich die Messe besuchte, übte einen nachhaltigen Einfluss auf das Kind aus. Die Erstkommunion 1872 beging Charles "sehr fromm". Doch bald darauf holte ihn das Trauma seiner Kindheit ein, die Pubertát tat ein Übriges: Durch ausgedehnte Lektüre, u.a. Voltaires, wurde sein Glaube erschüttert, erentfernte sich schrittweise von Gott; die Heirat seiner geliebten Kusine 1874 traf ihn zusátzlich, er fühlte sich von ihr verlassen und kehrte sich völlig von "ihrem" Glauben ab.Charles schlágt die Militárlaufbahn ein, aber auf der Militárakademie verbringt er sein Leben in Trágheit und Gleichgültigkeit. 1878 stirbt sein Großvater, sein letzter Halt. Im selben Jahr kann er frei über sein Erbe verfügen und stürzt sich in ein ausschweifendes Luxusleben. Doch innerlich quálen ihn Unruhe und Traurigkeit. 1880 wird sein Regiment nach Nordafrika entsandt; Charles nimmt sich seine Geliebte mit und wird deswegen 1881 aus dem aktiven Dienst entlassen.Im selben Jahr noch bittet er aber um seine Wiederaufnahme, um seinen Kameraden beizustehen, die in schwere Kámpfe verwickelt sind; nun zeigt er sich als heldenhaften Kámpfer, der Entbehrungen tragen kann. Danach bleibt er in Algerien, lernt Arabisch und bereitet sich auf Forschungsreisen in Nordafrika vor. Die Weite der Wüste beeindruckt ihn, die Araber undihreunbedingte Gláubigkeit, ihre Hingabe an Gottfaszinieren ihn.Zwischen 1883 und 1884 bereist er Marokko, ein damals für Christen verbotenes Land. Sein Reisebericht "Reconnaissance au Maroc" ("Erkundung Marokkos") wird 1885fertig (erscheint aber erst 1888).Inzwischen hat er seine Kusine wiedergetroffen, schließt sich der Familie wieder an, sein Leben gewinnt Festigkeit. 1886 bezieht er eine Wohnung in Paris, nicht weit von der Familie Moitessier und seiner Kusine.Noch ohne Glauben, sehnt er sich nach strenger Moral, nach Keuschheit. Das Beispiel seiner ebenso intelligentenwie gütigen Kusine vor Augen, beginnt er zu erkennen, "dass diese Religion vielleicht doch kein Unsinn sei". Er beginnt zu beten: "Mein Gott, wenn es dich gibt, lass mich dich erkennen." Ein heiligmáßiger Priester, Abbé Huvelin, von dem er im christlichen Glauben unterrichtet werden möchte, fordert ihn stattdessen zum Beichtenundzur anschließenden Kommunion auf. Charles de Foucauld folgt - und istvon diesem Augenblick an - es war Ende Oktober 1886 - bekehrt.Fortan will er nichts als Jesus nachfolgen, "der stets den letzten Platz einnahm."Vier Jahre spáter trat er in den Trappistenorden ein, der ihn nach Syrien und dann nach Algerien entsandte, schließlich nach Rom zum Theologiestudium, doch Foucauld strebte nach einem noch demütigeren und ármeren Leben und wurde in Nazareth Hausdiener bei den Klarissen, wo er einfache Arbeiten verrichtete, aber auch viel Zeit zu Gebet und Betrachtung hatte.Anfánglich entschlossen, einfacher Bruder zu bleiben,willer aus Liebe zur hl. Eucharistie doch Priester werden, wird 1901 in Frankreich geweiht undgeht danach nach Beni Abbès in Algerien. Er wirkt segensreich unter den dort stationierten Soldaten und den Moslems und versucht, allen, besonders den Armen,ein Bruder zu sein.Armut, Arbeit und Anbetung des Herrn im Altarssakrament sind auch hier die bleibenden Elemente seines Lebens und werden es bis zum Ende sein.1903 fasst er einen "Plan für die Missionierung Marokkos", des Landes ohne Priester "um Marokko mit der Frohen Botschaft zu durchdringen", lernt die Sprache der Tuareg und beginnt ein Wörterbuch zu verfassen. 1905 bricht er zum ersten Mal zu den Tuareg im Hoggar-Gebirge auf. Mit Unterbrechungen wird er bis zu seinem gewaltsamen Tod unter ihnen leben: "Mit allen Kráften versuche ich, diesen armen verirrten Brüdern zu beweisen, dass unsere Religion ganz Liebe, ganz Brüderlichkeit, dass ihr Sinnbild ein HERZ ist".Mit seinem Leben unter den Tuareg will er Zeugnis ablegen, "um die Tuareg und die übrigen Einheimischen dem Christetum zuzuführen, Gott weiß wann, vielleicht in Jahrhunderten."Er weiß, dass alles, was er tut, nur vorbereitend sein kann.Am 1. Dezember 1916, einem Herz-Jesu-Freitag, wird Charles deFoucauld von plündernden Tuareg, wohl versehentlich, erschossen. Arm und unspektakulár, wie er immer sein wollte, war auch sein Tod; fast voraussschauend hatte er oft in seinen Briefen zitiert: "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fállt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht" (Joh 12,24).Foucauld konnte seine Ideen zu einer neuen Ordensgemeinschaft, die er im Laufe derZeit entwickelt hatte, selbst nicht mehr verwirklichen; sie wurden 1933 vonRené Voillaume (1905-2003) umgesetzt durch die Gründung der Gemeinschaft der "Kleinen Brüder Jesu". Er war auf Charles de Foucaulddurch die 1920 erschienene, von René Bazin verfasste Biografie aufmerksam geworden.1939 folgte durch Magdeleine Hutin (1898-1989) die Gründung der Gemeinschaft der "Kleinen Schwestern Jesu". Beide Gemeinschaften teilen jeweils das soziale Milieu ihrer Umgebung, ihre Mitglieder gehen einer weltlichen Berufstátigkeit nach. Auf der Spiritualitát von Charles beruhen auch einige Laiengemeinschaften und eine Priestergemeinschaft.
Oración
Mein Vater, ich überlasse mich dir;
mach mit mir, was dir gefállt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt
und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.
In deine Hánde lege ich meine Seele.
Ich gebe sie dir, mein Gott,
mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe
und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben,
mich in deine Hánde zu legen ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen.
Denn du bist mein Vater.
(Gebet von Charles de Foucauld)
Hl. Leontius von Fréjus()
Hl. Leontius von FréjusBischof von Fréjus um 433Leontius wurde um 419 Bischof von Fréjus in der Provence. Er förderte die monastischen Ziele des hl. Honoratus (Gedenktag 16.1.) auf der Insel Lérins und gewáhrte dem Kloster besondere Rechte. Sein Freund, der hl.Johannes Cassianus (Gedenktag 23.7), widmete ihm die ersten zehn seiner "Collationes" (Analogien).
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2018 / Katholisches Messbuch von Dezember 2018
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:21Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:21Z