Katholisches Messbuch des Tages: Dienstag, April 16 2019
Dienstag der Karwoche
Dienstag der Karwoche
1. LesungBuch Jesaja
49,1-6.]Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt.
]Er machte meinen Mund wie ein scharfes Schwert, er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zu einem spitzen Pfeil und steckte mich in seinen Köcher.
]Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.
]Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft für Nichtiges und Windhauch vertan. Aber mein Recht liegt beim HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.
]Jetzt aber hat der HERR gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht geformt hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammelt werde. So wurde ich in den Augen des HERRN geehrt und mein Gott war meine Stárke.
]Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stámme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.
Psalmen
71(70),1-2.3.5-6.15.17.R/ Kv: Mein Mund soll künden von deiner Gerechtigkeit.
]Bei dir, o HERR, habe ich mich geborgen, lass mich nicht zuschanden werden in Ewigkeit!
]Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit! Neige dein Ohr mir zu und hilf mir!
]Sei mir ein schützender Fels, zu dem ich allzeit kommen darf! Du hast geboten, mich zu retten, denn du bist mein Fels und meine Festung.
]Du bist meine Hoffnung, Herr und GOTT, meine Zuversicht von Jugend auf.
]Vom Mutterleib an habe ich mich auf dich gestützt, aus dem Schoß meiner Mutter hast du mich entbunden, dir gilt mein Lobpreis allezeit.
]Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden, den ganzen Tag von deinen rettenden Taten, denn ich kann sie nicht záhlen.
]Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf und bis heute verkünde ich deine Wunder.
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh
13,21-33.36-38.]In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Geiste erschüttert und bezeugte: Amen, amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern.
]Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte.
]Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.
]Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche.
]Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?
]Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
]Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tue bald!
]Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte.
]Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen! oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.
]Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht.
]Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht.
]Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen und er wird ihn bald verherrlichen.
]Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
]Simon Petrus fragte ihn: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber spáter folgen.
]Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.
]Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, ich sage dir: Noch ehe der Hahn kráht, wirst du mich dreimal verleugnen.
Hl. Benedikt Josef Labre()
Hl. Benedikt Josef LabrePilger, Mystiker* 26. Márz 1748 in Amettes im Norden Frankreichs 16. April 1783 in RomBenoit-Joseph, aus vornehmer Familie stammend, sollte Priester werden. Aber der Knabe war ein schlechter Schüler, die Ausbildung zum Priester schien unerreichbar. So wollte er sich im Alter von 18 Jahren den Kartáusern in Neuville anschließen, wurde aber abgewiesen; im Alter von 21 Jahren wurde er schließlich in der Zisterzienserabtei von Sept-Fonts aufgenommen. Weil er krank wurde, erlangte er aber auch hier nicht die Weihe. Bei den Trappisten wurde er dann doch in die Gemeinschaft aufgenommen, aber alsbald stellten sich unerklárliche Ángste ein, und er floh aus dem Kloster. Nach seiner Genesung machte Benoit-Joseph sich 1770 auf zur Wallfahrt nach Rom, von unterwegs schrieb er seinen Eltern einen Brief und teilte ihnen mit, er habe nun seine Bestimmung gefunden. Völlig bedürfnislos, auch Almosen ablehnend, pilgerte er sieben Jahre lang durch Europa und besuchte die wichtigsten Státten des Christentums, weitere sechs Jahre lebte er in áußerster Selbstverleugnung in Rom. Visionen und mystische Gnadenbeweise wurden dem in völliger Armut Lebenden reichlich zuteil. Der Ruf seines offenbar ganz besonders inspirierten Lebens verbreitete sich, bis er auf den Stufen der Kirche Santa Maria dei Monti in Rom entkráftet zusammenbrach und starb. Bei der Beisetzung des armen Bettlers in dieser Kirche drángten sich die Gláubigen wie sonst kaum. Allein aus den folgenden drei Monaten sind 136 durch Benoit-Joseph vollbrachte Heilungswunder verifziert worden. In Rom ist er einer der volkstümlichsten Heiligen. In Frankreich besteht seit 1882 eine Vereinigung von christlichen Schulbrüdern, die seinen Namen trágt.
Hl. Bernadette Soubirous()
Hl. Bernadette SoubirousSeherin, Nonne* 7. Januar 1844 in Lourdes in Frankreich 16. April 1879 in Nevers-sur-Loire in FrankreichBernadette, áltestes von sechs Kindern, war Tochter eines armen Müllers, aufgewachsen in einer alten, dunklen und feuchten Mühle und spáter in einem ausgedienten Gefángnis, wo sie sich vermutlich das Asthmaleiden zuzog, das sie ihr Leben lang plagte.Nicht lange nachihrem 14. Geburtstag hatte Bernadette beim Holzsammeln im Wald zum erstenmal die Vision, die sich im folgenden halben Jahr noch 17 Mal wiederholen sollte: Ihr erschein in der Grotte Massabielle eine weibliche Gestalt von großer Schönheit in einer goldschimmernden Wolke. Die "Dame", wie Bernadette sie bewundernd-ehrfurchtsvoll nannte, die sich spáter als die Jungfrau Maria zu erkennen gab, forderte Bernadette zum Bau einer Kirche an der Grotte und zur Abhaltung von Prozessionen zu diesem Ort auf. In einer zweiten Erscheinung 14 Tage spáter forderte die "Dame" Bernadette zum Trinken aus der Quelle auf. Es war aber keine Quelle zu sehen, nur etwas Schlamm; als Bernadette den Schlamm wegkratzte und etwas von dem schlammigen Wasser trank, entsprang an der Stelle eine Quelle mit klarem Wasser. Maria offenbarte ihr die Heilkraft der Quelle. Ein erblindeter Mann erhielt tatsáchlich sein Augenlicht wieder. Die Nachricht von der Heilkraft des Wassers verbreitete sich rasch. Am 16. Juli 1858 erlebte Bernadette die letzte Erscheinung, im selben Jahr gab es das erste anerkannten Heilungswunder: Catherine Latapie Chourat tauchte ihren geláhmten Arm in die Quelle und zog ihn geheilt wieder heraus. Schon 1862bestátigte die katholische Kirche die Echtheit der Visionen, Lourdes entwickelte sich rasch zu einem Wallfahrtsort. Bernadette hatte Misstrauen, Unverstándnis und Anfeindungen, und zudem schwere Krankheiten zu ertragen. Die Presse nannte sie eine hysterische Person, zweifelte an ihrer Glaubwürdigkeit. Um sich vor Neugier, Belástigungen und Aufdringlichkeiten zu schützen, verließ Bernadette 1866 ihre Heimat und schloss sich den Barmherzigen Schwestern in Nevers an; 1867 legte sie ihre Ordensgelübde ab und erhielt den Ordensnamen Marie Bernard. Auch im Kloster wurde sie immer wieder gedemütigt und erniedrigt, doch alle Enttáuschungen konnten sie nicht von der Liebe zu jener "Dame" abbringen. Einer ihrer Mitschwester stellte Bernadette die Frage: "Was tut man mit einem Besen?" "Man kehrt mit ihm." "Und anschließend?" "Man stellt ihn hinter die Tür in die Ecke." "Eben! Das ist meine Geschichte. Maria hat mich benutzt und nun in die Ecke gestellt. Das ist mein Platz." Im Kloster durfte über ihre Vergangenheit nicht gesprochen werden. 1879 starb Bernadette, erschöpft und von der Krankheit ausgezehrt. Ihr Leib, aufgebahrt im Glasschrein des Klosters in Nevers, blieb unverwest. Lourdes wurde zum berühmtesten Marien-Wallfahrtsort der Welt, Hunderrttausende suchen hier Heilung. Dokumentiert sind bislang über 6.000 medizinisch auffállige Heilungen, 2.000 davon von Árzten als unerklárlich eingestuft, 66 hat die katholische Kirche nach eingehender Prüfung als Wunderheilungen anerkannt.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2019 / Katholisches Messbuch von April 2019
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:31Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:31Z