Katholisches Messbuch des Tages: Mittwoch, April 12 2017
Mittwoch der Karwoche
Mittwoch der Karwoche
1. LesungBuch Jesaja
50,4-9a.]GOTT, der Herr, gab mir die Zunge von Schülern, damit ich verstehe, die Müden zu stárken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören.
]GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.
]Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und meine Wange denen, die mir den Bart ausrissen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmáhungen und Speichel.
]Und GOTT, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
]Er, der mich freispricht, ist nahe. Wer will mit mir streiten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.
]Siehe, GOTT, der Herr, wird mir helfen. Wer kann mich für schuldig erkláren?
Psalmen
69(68),8-9.10.12.21bcd.22.31.33.]Herr, deinetwegen erleide ich Hohn
und Schande bedeckt mein Angesicht.
]Entfremdet bin ich meinen Brüdern, den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd.
]Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt, die Verhöhnungen derer, die dich verhöhnen, sind auf mich gefallen.
]Ich legte als Gewand ein Bußkleid an,
ich wurde ihnen zum Spottvers.
]Ganz krank bin ich vor Schmach;
]umsonst habe ich auf Mitleid gewartet,
]auf einen Tröster, doch ich habe keinen gefunden.
]Sie gaben mir Gift als Speise,
für den Durst gaben sie mir Essig zu trinken.
]Ich will im Lied den Namen Gottes loben, ich will ihn mit Dank erheben.
]Die Gebeugten haben es gesehen und sie freuen sich! Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf!
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt
26,14-25.]Einer der Zwölf namens Judas Iskariot ging zu den Hohepriestern
]und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie boten ihm dreißig Silberstücke.
]Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
]Am ersten Tag des Festes der Ungesáuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
]Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lásst dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
]Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
]Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
]Und wáhrend sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern.
]Da wurden sie sehr traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
]Er antwortete: Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt, wird mich ausliefern.
]Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wáre es besser, wenn er nie geboren wáre.
]Da fragte Judas, der ihn auslieferte: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus antwortete: Du sagst es.
Hl. Josef (Giuseppe) Moscati()
Hl. Josef (Giuseppe) MoscatiArzt, Wohltáter* 25. Juli 1880 in Benevent in Italien 12. April 1927 in Neapel in ItalienGiuseppe Moscati, Sohn einer adligen Familie, hatte schon in seiner Jugend Keuschheit gelobt. Nach dem Tod seines Vaters 1897studierte er in Neapel Medizin und wurde 1903 promoviert. Er erhielt einen Lehrstuhl für klinische Chemie; 1922 wurde er Privatdozent für allgemeine Medizin. In seinem Beruf setzte er sich unermüdlich für Kranke und Sterbende ein, arbeitete fast umsonst, verzichtete oft ganz auf ein Honorar und für notleidende Kranke spendete er sogar große Summen für Medikamente. Besonders bemerkenswert war sein Einsatz beim Ausbruch des Vesuvs 1906 und einer Cholera-Epidemie 1911.Giuseppe Moscati starb an einem Gründonnerstag, nachdem er wie jeden Tag die heilige Kommunion empfangen und einige Kranke besucht hatte.Im Kondolenzbuch, das man am Eingang des Hauses aufgelegt hatte, wurde dieser Eintrag gefunden: Du hast nach keinen Blumen und keinen Tránen gefragt. Trotzdem weinen wir, weil die Welt einen Heilige verloren hat, ein Muster an Tugend, die armen Kranken aber haben alles verloren!Am 16. November 1930 wurde sein Leichnam in die Kirche Gesù Nuovo in Neapel übertragen. Paul VI. hat ihn 1975 selig gesprochen. 1987 schrieb ihn Johanes Paul II. ins Buch der Heiligen ein.
Hl. Julius I.()
Hl. Julius IBischof von Rom* in Rom 12. April 352 in RomJulius wurde 337 römischer Bischof. In seine Amtszeit fiel ein entscheidender Teil der Auseinandersetzung der noch jungen Kirche mit der sie zu zerreißen drohenden Lehre des Arianismus. Die Leistung des Julius bestand in dieser Auseinandersetzung weniger in großen theologischen Schriften, sondern in klugem, sachlichem und vor allem entschiedenem Handeln. Er stellte sich deutlich hinter Athanasius, der in erster Linie den harten Kampf ausfocht, und dem Julius in Rom Asyl gewáhrte. Bei der Synode von 340 in Rom wurde seine Position bestátigt. Durch den von Julius herbeigeführten Beschluss der Synode von Sardica 342, dass das Absetzungsurteil einer Regionalsynode vom Bischof von Rom verworfen werden könne, stárkte er die zentrale Macht Roms. In seiner Amtszeit wurde in Rom die Kirche "Zu den Zwölf Aposteln" gebaut. Julius wurde von den Römern schon früh als Heiliger verehrt.
Hl. Zeno von Verona()
Hl. ZenoBischof von Verona* 1. Hálfte des 4. Jahrhunderts, in Mauretanien, dem heutigen Marokko (?) 12. April um 380 in Verona in ItalienDer Afrikaner Zeno wurde 362 zum Bischof von Verona gewáhlt. Die Legende rühmt an ihm die Fürsorge für Arme und Kranke sowie seine unerschrockene Tatkraft gegen das aufflackernde Heidentum und gegen die Anhánger des Arianismus. Als einer der ersten in der abendlándischen Kirche setzte er sich nachdrücklich für die Lehre von der Jungfráulichkeit der Gottesmutter Maria ein. Zeno gilt als großer Gelehrter und Prediger. Über Zenos Grab entstand schon bald eine Kirche; sie soll einst auf wunderbare Weise von Überflutung verschont geblieben sein, weshalb Zeno Patron gegen Wasserscháden wurde. Nach einem Erdbeben wurde die Kirche zerstört, an derselben Stelle entstand zwischen 1118 und 1135 die práchtige heutige Kirche San Zeno. Schon zu Lebzeiten wurde Zeno wie ein Heiliger verehrt, Schwerpunkt der Verehrung ist noch heute Mais bei Meran. Korbinian brachte den Kult auch nach Bayern, Hrabanus Maurus überführte Reliquien nach Ulm und Fulda, Zenos Haupt wurde 830 nach Radolfzell gebracht.
Kategorie: Messe nach Jahr / Katholisches Messbuch 2017 / Katholisches Messbuch von April 2017
Veröffentlicht: 2026-07-14T18:16:12Z | Aktualisiert: 2026-07-14T18:16:12Z